Buch zur deutschen Literatur- und Kulturgeschichte der Ukraine

„Regenbogen über der Donau. Studien zu deutsch-ukrainischen Literaturbeziehungen“, Petro Rychlo, Ibidem Verlag, Stuttgart 2026 ISBN 9783838220932


Die Westukrainischen Regionen Galizien und Bukowina waren bis Ende des Ersten Weltkriegs Kronländer des Habsburgerreiches und damit Teil des deutschsprachigen Kulturraums. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Ukraine tiefe historische und kulturelle Beziehungen zu den deutschsprachigen Ländern gepflegt. Bekannte westukrainische Schriftsteller wie Iwan Franko, Jurij Fedkowytsch oder Olha Kobylanska haben auch auf Deutsch geschrieben. Zahlreiche Werke anderer bekannter Schriftsteller wie Taras Schewtschenko, Lesja Ukrainka, Mychajlo Koziubynskyj und Wasyl Stefanyk wurden ins Deutsche übersetzt. Im Gegenzug nahmen deutschsprachige, aus diesen Kronländern stammende Autoren wie Leopold von Sacher-Masoch, Karl Emil Franzos, Joseph Roth, Soma Morgenstern, Rose Ausländer, Mančs Sperber und Gregor von Rezzori – sowie auf Deutsch schreibende Lyriker wie Paul Celan, Alfred Gong, Immanuel Weißglas und Manfred Winkler – immer wieder ukrainische Themen und Motive in ihre Werke auf. So hat sich zwischen der heutigen Ukraine und den deutschsprachigen Ländern ein literarisches Netzwerk verdichtet. 

Zwar galten Galizien und die Bukowina als Armenhaus Europas, literarisch waren es jedoch reiche Orte, wie man in dem Buch „Regenbogen über der Donau“ des Literaturwissenschaftlers Petro Rychlo nachlesen kann. Doch bis heute finden sich Lücken, die ihrer literaturwissenschaftlichen Erfassung noch harren. Etliche Aspekte dieses Problemfeldes werden im vorliegenden Buch dargestellt. Der Band wendet sich an Slawisten, Komparatisten, Osteuropahistoriker und alle, die einen tieferen Einblick in die reiche Literatur- und Kulturgeschichte der Ukraine erhalten wollen, heißt es auf der Seite des Verlags. 

Quelle:  www.perlentaucher.de/buch/petro-rychlo/regenbogen-ueber-der-donau.html