Am vergangenen Wochenende zeigte die extreme Rechte Einigkeit. Ihre beiden im Präsidentschaftswahlkampf verbliebenen Spitzen, George Simion (AUR) und Anamaria Gavrilă (POT), hinterlegten ihre Bewerbungspapiere und die Unterschriftenlisten der Unterstützer beim Zentralen Wahlbüro. Mit zwei Bemerkungen: sie würden bloß antreten, weil ihr Idol, der Krypto-Faschist (mit „Hundepfeifen“) Călin Georgescu, nicht antreten darf; und eine(r) von ihnen werde zurücktreten, wenn die Umfragen für die/den andere(n) günstig(er) stehen. Um Stimmzettel auf einen zu bündeln.
Beide zeigen sich seit dem Wahlsieg Kaiser Trumps auf hohem Ross. Versuchen gelegentlich, die schamlose Lügenprogapanda und die ins grenzenlose gesteigerte Eigenlobeuphorie des US-Münchhausen zu kopieren. Seit Trumps Famulus JD Vance sein „Wissen“, seinen „christlichen Glauben“ und seine „Bildung“ im Dienste von MAGA preisgibt, scheinen die Klepper der rumänischen MAGA-Kopien zu Reitelefanten angeschwollen zu sein.
All das unterwegs zum (starken und kommunikationsbereiten) Nachfolger des an positiven Nachwirkungen ärmsten Präsidenten, den Rumänien seit 1989 gehabt hat und unter Bedingungen, wo (laut Nachweisen von US-Geheimdiensten), Russland seit 2004 extrem intensiv (und seit 2014 mit viel Geld) seine wirkungsvollen Einmischungspraktiken in Rumänien bis zum psychologischen Krieg hochschraubte (mit „vranyo“, „maskirovka“, „reflexiver Kontrolle“ und „asymmetrischer Kriegsführung“, dem kompletten Arsenal der russisch-sowjetischen psychologischen Kriegsführung). Wenn die diesbezüglichen Erkenntnisse der UK- und US-Geheimdienste stimmen – nichts spricht bis jetzt dagegen – wundert´s, wieso der Oberste Verteidigungsrat und seine beiden Vorsitzenden (die Präsidenten seit 2004) nie etwas zum Thema öffentlich gemacht haben? Aber: haben sie überhaupt eine Ahnung davon gehabt?
Ob sie wenigstens etwas vom Forschen und Wirken des in Russland geborenen und erst dort, später auf gleichem Gebiet der psychologischen Kriegsführung in den USA agierenden Psychologen und Militärtheoretikers Wladimir A. Lefebvre spitz gekriegt haben, der zuletzt Mathematische Psychologie an der University of California lehrte? Oder vom brandgefährlichen Moskauer „Philosophen“ Alexander Dugin?
Hingegen war man blauäugig (möglich: ehrlich) überrascht, dass die Rechtsextremen „plötzlich“ (seit etwa 2020) auf dem Wellenkamm der innenpolitischen Präsenz reiten und im Dezember 2024 fast einen Präsidenten gestellt hätten – als kaum jemand noch ernsthaft daran glaubte, dass die biedere Hausfrau und Ex-Fernseh-Display-Ableserin Elena Lasconi das Rennen gegen den mit allen Wässerchen gewaschenen CG gemacht hätte (als Staatssekretär fehlten ihm jederlei Skrupel, auf Chefswunsch, in dessen Büro, die Schuhe seines dienstgebenden Ministers blankzulecken… – wofür es Zeugen gibt!).
An Selbstbeweihräucherung stehen die rumänischen Mini-Trumps männlichen und weiblichen Geschlechts ihrem Idol noch nach. Das kann aber noch werden! Zum Unterschied von Trump brauchen sie noch weniger Lügenpropaganda und Techniken des psychologischen Kriegs für die eigene Bevölkerung. Hecken aber dauernd künftig kaum haltbare, hoffnungsschürende Versprechungen aus – um sie nach Trump´schem Vorbild zu erfüllen: dass „ein Tag für den Friedensschluss in der Ukraine“ „sarkastisch“ gemeint war; dass man erst durch ergebene Medien ein Phantom-Phantombild malt, um es schwuppdiwupp wegzuwischen, wenn man „Kaiser Trump“ ist (z.B. hat die US-Immigrationsagentur tausende alte Kommuniqués umdatiert und in Umlauf gesetzt, um Angst unter Illegalen zu wecken, hoffend, dass diese freiwillig gehen, aber auch, um Trumps williger Gefolgschaft Gesprächsstoff zu bieten – angekündigte Deportationen gibt es nicht mehr als vor Trump).
Trumps Triumphgehabe wird zur Peinlichkeit. Das seiner Imitatoren auch.