Bukarest (ADZ) - Die Arbeitslosenrate in Rumänien hat im April dieses Jahres 6,3 Prozent erreicht, so eine Mitteilung des Nationalen Statistikamts (INS) von Ende vergangener Woche. Zwar wurde ein Rückgang gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gemeldet, gleichzeitig wurden die Daten für die ersten drei Monate 2026 deutlich nach oben korrigiert: Im Januar und Februar lag die Arbeitslosigkeit bei 6,3 Prozent (davor 6,0%) und im März bei 6,5 Prozent (davor 6,1%). Gegenüber April 2025 ist die Erwerbslosenrate um 0,2 Prozentpunkte gestiegen, außerdem waren mit 512.100 Personen im April dieses Jahres knapp 10.000 mehr arbeitslos als vor einem Jahr (verglichen zu März 21.700 weniger Arbeitslose).
Die Jugendarbeitslosigkeit ist weiterhin am Steigen: Entsprechend jüngsten INS-Daten galten im März 28,8 Prozent der 15- bis 24-Jährigen als arbeitslos. Vor einem Jahr waren es noch knapp unter 25 Prozent, bis Ende 2025 war die Rate allerdings bereits über 28 Prozent gestiegen.
Die unselige Lage, in der sich viele junge Leute in Rumänien befinden, wird auch aus Ende Mai von Eurostat veröffentlichten Daten zur Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in beruflicher Ausbildung befinden (NEET; Englisch: Not in Education, Employment or Training) ersichtlich. Im Jahr 2025 hatte Rumänien mit 19,2 Prozent EU-weit die deutlich höchste NEET-Rate unter 15- bis 29-Jährigen, die nächsthöchsten Raten verzeichneten Bulgarien (13,8%) und Griechenland (13,6%). Die NEET-Rate Rumäniens lag 2015 bei 20,9 Prozent, ist bis 2020 auf 16,6 Prozent gesunken, um im Jahr 2021 wieder auf 20,3 Prozent hochzuschnellen, seither gab es wieder einen leichten Rückgang. Verglichen mit 2015 hat Bulgarien einen Rückgang um 8,4 Prozentpunkte verzeichnet, Griechenland um 10,5 Prozentpunkte. EU-weit ist die Rate um über vier Prozentpunkte von 15,2 Prozent 2015 auf einen EU-Schnitt von 11 Prozent 2025 gesunken. Die Zielvorgabe der EU für das Jahr 2030 beträgt 9 Prozent für alle EU-Länder.






