Inflationsrate sinkt im Juni auf 10,4 Prozent

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Bukarest (ADZ) - Erstmals seit Februar dieses Jahres hat die jährliche Inflationsrate nicht mehr zugelegt. Im Juni 2026 lagen laut einer Mitteilung des Nationalen Statistikamts (INS) von Montag die Verbraucherpreise 10,4 Prozent höher als vor einem Jahr; im Mai hatte die Inflation einen vorübergehenden Höchststand bei 10,9 Prozent erreicht. Für die kommenden Monate ist aufgrund des Basiseffekts mit einem weiteren Sinken der Inflationsrate zu rechnen: der Vergleichswert im jeweiligen Vorjahresmonat werden die Verbraucherpreise sein, welche besonders im Juli und August vergangenen Jahres stark zugelegt hatten.

Im Juni dieses Jahres haben sich die Konsumpreise um 0,06 Prozent gegenüber Mai und um 3,8 Prozent gegenüber Ende 2025 erhöht. Im Vorjahresvergleich haben besonders die Preise für Dienstleistungen (+13,67%) und Güter (+12,29%) zugelegt, bei Lebensmitteln lag das Preisniveau durchschnittlich 5,75 Prozent höher als 12 Monate zuvor.

Elektrische Energie war im Juni knapp 60 Prozent teurer als im Juni 2025, wobei der Kostensprung von Juni 2025 auf Juli 2025 infolge der Preisliberalisierung stattgefunden hatte – ab kommendem Monat wird der Strompreis also die jährliche Inflationsrate nicht mehr beeinflussen, die Kosten bleiben aber voraussichtlich hoch. Deutliche Preisschübe gab es auch für Benzin (+22,7%) und Diesel (+28,2%), wobei diese auf die Ölpreisanstiege im Rahmen des US-Krieges gegen den Iran seit Ende Februar 2026 zurückgehen. Stark gestiegen sind im Durchschnitt auch die Mietpreise (+43,3% gegenüber Juni 2025), hauptsächlich aufgrund einer Entscheidung der Regierung im April, Mieten für Immobilien in staatlichem Besitz zu erhöhen. 

Die Preise für manche Lebensmittel lagen im Juni niedriger als vor einem Jahr, so musste durchschnittlich für Kartoffeln 14,5 Prozent weniger und für frische Früchte 9,5 Prozent weniger als vor einem Jahr bezahlt werden. Außerdem waren Mehl (-4,2%), Gemüse und Gemüsekonserven (-2,5%) etwas billiger, während sich Kaffee (+19,9%) und Eier (+13,7%) stark verteuerten.