Bukarest (ADZ) - Die rumänische Regierung und der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall haben am Dienstag Rüstungsverträge im Umfang von 5,7 Milliarden Euro (bzw. etwa 29,6 Mrd. Lei), was rund 1,4 Prozent der für dieses Jahr veranschlagten Wirtschaftsleistung entspricht, angekündigt. Die Aufträge zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie vier Marineschiffen wurden Ende Mai erteilt und werden durch Kredite im Rahmen des EU-Programms „Security Action for Europe“ (SAFE) finanziert.
Wie Rheinmetall in einer Pressemitteilung ankündigt, gehören zu den Rüstungsvorhaben 298 Lynx-Gefechtsfahrzeuge – zum Großteil Schützenpanzer, dazu noch die Varianten Panzermörser, Gefechtsstandfahrzeug und Sanitätsfahrzeug; der Gesamtwert für die Lynx-Fahrzeuge soll laut Regierung bei 3,34 Mrd. Euro liegen. Des Weiteren wurden Flugabwehrsysteme Skyranger, ebenfalls auf Basis des Lynx (982 Millionen Euro), Mittelkalibermunition für Flugabwehr und Schützenpanzer (450 Mio. Euro), zwei Offshore-Patrouillenboote und zwei Taucherunterstützungsboote (920 Mio. Euro) bestellt. Die Auslieferungen beginnen 2028 und sollen bis 2030 abgeschlossen sein.
Von den SAFE-Geldern im Umfang von 16,68 Mrd. Euro, die Rumänien leihen kann, sollen laut Regierung 4,2 Mrd. Euro für „duale Infrastruktur“, bzw. für Abschnitte der Autobahnen A7 und A8 verwendet werden. Von den 12,48 Mrd. Euro, die für Rüstungsaufträge vorgesehen sind, wurden bisher unter anderem auch Aufträge für 231 Manpad Mistral Flugabwehrsysteme (625 Mio. Euro), sechs H175M Airbus-Hubschrauber (132 Mio. Euro), sieben H160 Airbus-Hubschrauber (281 Mio. Euro), zwei Spartan-Flugzeuge vom italienischen Rüstungskonzern Leonardo (245 Mio. Euro) sowie ein Auftrag für ein LLM-Cybersicherheitssystem (196 Mio. Euro) an Digi Romania S.A. des Großwardeiners Geschäftsmanns Zoltán Teszári vergeben.





