AUR-Vize bescheinigt der PSD „krasse politische Unbildung“

Dan Dungaciu reagierte auf Sorin Grindeanus „Angebot“

Bukarest (ADZ) – Der erste stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen rechtspopulistischen AUR, Dan Dungaciu, hat der PSD „krasse politische Unbildung“ bescheinigt, nachdem deren Parteichef Sorin Grindeanu am Wochenende angedeutet hatte, dass die Sozialdemokraten eine Koalition mit den Ultrarechten in Betracht ziehen würden, sollten letztere bereit sein, ihre doktrinäre Vision zu revidieren – etwa in puncto der Föderalisierung Europas, des Ukraine-Kriegs sowie der finanziellen Unterstützung des kriegsgebeutelten Nachbarlandes. In diesen Punkten habe sich die AUR einigermaßen an die Position der Mainstream-Parteien anzupassen, so Grindeanu.  

Dungaciu, ein studierter Soziologe, hob hervor, dass es abstrus sei, in einer Demokratie von allen politischen Parteien gleiche oder ähnliche Standpunkte zu erwarten – Meinungsvielfalt sei schließlich das Fundament einer Demokratie. Die AUR nun „umerziehen“ zu wollen, um sie angeblich salonfähig zu machen, bestätige einmal mehr die bodenlose Arroganz der PSD – die Partei denke offenkundig nach wie vor in Einklang mit ihren „totalitären, autoritären Wurzeln“ aus Vorwendezeiten. 

Dem Soziologen zufolge ist die PSD zurzeit „auf dem besten Weg, politischen Selbstmord“ zu begehen – sollte sie zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich die Regierungsverantwortung unter Sorin Grindeanu als Premier übernehmen, sei ihr Ende garantiert, die einst übermächtige Partei werde regelrecht implodieren. Die PSD erweise sich gegenwärtig als „völlig richtungslos, reaktiv, inkohärent und unfähig, die öffentliche Agenda noch mitzubestimmen oder zu beeinflussen“. Entsprechend liege ihre Überlebenschance keineswegs in der Regierungsmacht, sondern paradoxerweise einzig in vorgezogenen Neuwahlen, fügte der AUR-Vize hinzu.