Banater helfen bei Bränden in Grebenac

Temeswar - Die schweren Vegetations- und Waldbrände im südbanater Raum haben auch auf der rumänischen Seite der Grenze eine Welle der Solidarität ausgelöst. Während rumänische Feuerwehrleute gemeinsam mit ihren serbischen Kollegen gegen die Brände bei Grebenac (deutsch: Grebenatz) und Kajtasovo kämpfen, haben sich auch Bürger aus dem Banat an der Hilfe für die betroffenen Gemeinden beteiligt. Eine zentrale Rolle spielte dabei der Temeswarer Verein der Poli-Fußballfans „Druckeria“.

Das rumänische Feuerwehrmodul aus dem Kreis Temesch/ Timiș ist inzwischen in Serbien im Einsatz.

Zwölf Feuerwehrleute wurden mit zwei Einsatz- und Kommandofahrzeugen, einem Löschfahrzeug und einem Kleinbus in das Nachbarland entsandt. Die Einsatzkräfte arbeiten in zwei Sektoren in Kajtasovo und Grebenac. Ihr Ziel ist es, die Ausbreitung der Flammen zu verhindern, Brandherde zu löschen und die umliegenden Ortschaften und ihre Bewohner zu schützen. Die Einsätze wurden mit den serbischen Behörden und Rettungskräften abgestimmt.

Die Lage in der Region hat sich inzwischen stabilisiert, vollständig gebannt ist die Gefahr jedoch nicht.

Noch während des Besuchs der Druckeria-Mitglieder in Grebenac brach in einem bereits gelöschten Bereich erneut ein Feuer aus. Feuerwehrleute aus Rumänien und Serbien blieben deshalb weiter vor Ort, um die Brandherde unter Kontrolle zu halten und die Gemeinden zu schützen.

Parallel dazu organisierte „Druckeria“ eine Hilfsaktion für die Bewohner von Grebenac. Zahlreiche Menschen spendeten Geld, andere brachten an den drei Standorten der Politehnica-Läden in Temeswar Wasser, Lebensmittel, Werkzeuge und weitere benötigte Materialien. Zusätzlich wurden gezielt Ausrüstungsgegenstände für die Bekämpfung der Brände angeschafft und direkt nach Grebenac gebracht.

Die Organisatoren bedankten sich beim Generalkonsulat der Republik Serbien in Temeswar, bei Konsulin Ivana Jakši Matovic, der Grenzpolizei sowie den serbischen Grenzpolizisten für ihre Unterstützung. Auch die logistische Hilfe zahlreicher Beteiligter trug dazu bei, dass die gesammelten Hilfsgüter rasch in die betroffene Region gebracht werden konnten.

Die Erfahrungen in Grebenac fassten die Mitglieder von Druckeria mit einem Satz zusammen, der angesichts der aktuellen Hilfsaktion besondere Bedeutung bekommt: „Unser Banat endet nicht an der Grenze.“