Dialog zur Zukunft des Ursulinenklosters

Das Ursulinenkloster in Hermannstadt Foto: Aurelia Brecht

Hermannstadt – Im Rahmen des siebten Sibiu Contemporary Art Festivals (SCAF) diskutieren der Unternehmer Robert Hanea und der Journalist, ehemalige Botschafter und Außenminister Emil Hurezeanu zum Thema „Investition in Kultur“. Das Gespräch des Formats „Ursuline Art Hub“ soll die Rolle der Kultur in der heutigen Gesellschaft und die Notwendigkeit von Kunst, Bildung und Kulturerbe thematisieren. Der Dialog findet am Freitag, den 11. September um 17 Uhr, im Innenhof des Ursulinenklosters statt (Sporergasse 34-46/Strada General Magheru 34-46).

Im August war bekannt geworden, dass das römisch-katholische Erzbistum Karlsburg/Alba Iulia das Ursulinenkloster in Hermannstadt/Sibiu zum Verkauf freigibt. Das Kulturministerium und der Hermannstädter Kreisrat verzichteten auf das Vorkaufsrecht; die Hermannstädter Stadtverwaltung teilte ebenfalls mit, das Gebäude nicht erwerben zu wollen. Radu Hanea, Besitzer verschiedener Thermen in Rumänien und Deutschland sowie Gründer und Leiter des Unternehmens „Therme Group“, bekundete seine Bereitschaft zum Kauf und sein Interesse, 40 Millionen Euro in die Immobilie zu investieren. Der Bau soll künftig in ein regionales Zentrum für Kunst, Kultur und Bildung umgewandelt werden.

Für viele Hermannstädterinnen und Hermannstädter hat das Ursulinenkloster nicht nur aufgrund seiner jahrhundertealten Geschichte, sondern auch wegen seiner Nutzung ab 1948 einen besonderen Affektionswert: Bis ins Jahr 2010 absolvierten hier viele ihre Schulzeit am „Pädagogischen Nationalkolleg Andrei Șaguna“ (kurz: Päda)/„Liceul Pedagogic Andrei Șaguna“.

Im Anschluss an die Diskussion findet um 19 Uhr das Konzert „Echos aus dem Garten der Entropie“ mit dem „Intermezzo-Quartett“ statt. Das SCAF wird vom „Verein Brukenthal von Studio“ organisiert und steht diesmal unter dem Titel „Der Garten der Entropie – Krieg/Apfel“/„Grădina Entropiei – War/Măr“.

Gastländer sind in diesem Jahr Deutschland und Frankreich. Mehr als hundert Künstler aus dem In- und Ausland stellen in diesem Rahmen ihre Werke aus. Noch bis zum 8. November sind in diesem Rahmen zahlreiche Ausstellungen zu sehen.