Bukarest (ADZ) – Unternehmen, Energieversorger und Aggregatoren können künftig für eine vorübergehende und freiwillige Senkung ihres Stromverbrauchs vergütet werden. Die neue Regelung der Energieaufsichtsbehörde ANRE führt die Verbrauchsflexibilität als Ressource in den Energiemarkt ein. Verbraucher können selbst entscheiden, ob es für sie vorteilhafter ist, ihren Verbrauch in bestimmten Zeiträumen vorübergehend zu senken und dafür eine Vergütung zu erhalten. So können Unternehmen entscheiden, zu Spitzenverbrauchszeiten den Konsum zu drosseln und dafür einen per Megawattstunde verrechneten Preis verlangen, den der Netzbetreiber Transelectrica bezahlt.
Die Teilnahme ist freiwillig und die ANRE betont, dass es sich nicht um eine Form der Rationierung handelt und das System nicht ausschließlich für Krisensituationen vorgesehen ist. Er kann bei Engpässen, extremen Temperaturen, größeren Produktionsausfällen oder eingeschränkten Importkapazitäten aktiviert werden, aber eben auch unter normalen Marktbedingungen, wenn die Preise eine vorübergehende Verbrauchssenkung attraktiv machen. Eine freiwillige Senkung der Nachfrage kann den Bedarf an teureren Ausgleichsressourcen reduzieren und damit die Gesamtkosten des Marktes senken.
Da es sich um eine Premiere in der Europäische Union handele, habe die Aufsichtsbehörde das System eingehend mit Vertretern der EU-Kommission und anderer europäischer Regulierungsstellen diskutiert, erklärte ANRE-Chef George-Sergiu Nicolescu bei Digi24.





