Die Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Politehnica-Universität Temeswar öffnete ihre Türen für Hunderte von Schülern, die an der 10. Ausgabe des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ teilnahmen, ein Schülerwettbewerb der im Rahmen der Veranstaltung „Politehnica Timișoara – Ein Schritt in deine Zukunft!“ (Politehnica Timi{oara – Un pas spre viitorul tău) stattfand. In seiner Eröffnungsrede sprach der Dekan der Fakultät für Kommunikationswissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Daniel Dejica-Cartiș, über die Bedeutung der nationalen Wettbewerbe für Schüler und über die Tradition der Kommunikationsolympiaden, die bereits ihre zehnte Ausgabe erreicht haben. Der Dekan hob hervor, dass im Verlauf der zehn Wettbewerbsauflagen Tausende von Jugendlichen an diesem beliebten Wettbewerb teilgenommen haben.
Mehr als 250 Schüler aus dem ganzen Land beteiligten sich am diesjährigen Wettbewerb für Kommunikations- und Fremdsprachenbegeisterte und traten in vier Kategorien an: Rumänisch (Essay) sowie Englisch, Französisch und Deutsch (jeweils Essay und Übersetzung). Insgesamt wurden 24 Schüler für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.
Es gibt Ereignisse, die auf den ersten Blick wie gewöhnliche Wettbewerbe erscheinen. Schüler kommen, schreiben Texte, übersetzen, warten auf Ergebnisse und nehmen am Ende Urkunden und Preise entgegen. Doch manchmal verbirgt sich hinter einer solchen Veranstaltung etwas, das weit über Punkte, Platzierungen und Diplome hinausgeht. Man könnte sich fragen: Was bleibt eigentlich nach einem solchen Tag? Bleibt nur ein Foto, das später in einem Album verschwindet? Bleibt nur eine Urkunde, die irgendwann zwischen Schulunterlagen aufbewahrt wird? Oder beginnt hier vielleicht etwas anderes? Der deutsche Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann schrieb einst: Die Zukunft ist etwas, das die meisten erst lieben, wenn sie Vergangenheit geworden ist. Dieser Satz klingt zunächst beinahe paradox. Und doch steckt darin eine bemerkenswerte Beobachtung. Die meisten Menschen erkennen erst Jahre später, welche Momente ihr Leben tatsächlich geprägt haben. Vielleicht wird einer jener Schüler, die heute im Saal saßen, in zehn Jahren Journalist sein. Vielleicht wird jemand Kommunikationsberater, Lehrer, Übersetzer, Diplomat oder Wissenschaftler. Vielleicht wird eine Schülerin, die heute aufgeregt auf die Bekanntgabe der Ergebnisse wartete, später selbst vor jungen Menschen stehen und ihnen Mut machen. Und vielleicht wird sie sich plötzlich erinnern. An einen Tag wie diesen. An eine Reise nach Temeswar. An eine Universität. An eine Bühne.
Partner und Institutionen unterstützen junge Talente
Man könnte natürlich sagen: Es ist nur ein Wettbewerb. So könnte man es betrachten. Aber manchmal täuscht gerade das Offensichtliche. Denn merkwürdigerweise beginnen die wichtigen Dinge im Leben selten mit einem großen Ereignis. Sie beginnen oft mit etwas Kleinem, das zunächst kaum Bedeutung zu besitzen scheint. Vielleicht mit einem Lehrer, der plötzlich sagt: Versuch es. Vielleicht mit einem ersten Text. Vielleicht mit einer Reise nach Temeswar. Und Jahre später erkennt man, dass jener scheinbar gewöhnliche Tag keineswegs gewöhnlich war. Denn die Zukunft besitzt eine seltsame Eigenschaft: Sie kündigt sich nicht an. Sie erscheint nicht mit Trompeten und Musik. Sie setzt sich manchmal einfach in die letzte Reihe eines Saales und wartet. Gerade im Zusammenhang mit jungen Menschen und neuen Wegen gewinnen Goethes Worte eine besondere Bedeutung: Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Dieser Satz wurde oft zitiert und manchmal vielleicht zu oft verwendet. Doch in einem Raum voller junger Menschen gewinnt er plötzlich wieder seine ursprüngliche Kraft zurück. Denn Zukunft entsteht selten spektakulär. Sie beginnt meistens unbemerkt. Heute. Im Hier und Jetzt. Mit einem Gespräch. Mit einer Begegnung. Mit einem Lehrer, der an einen jungen Menschen glaubt. Mit einem Wettbewerb. Mit einem Text. Vielleicht ist genau dies die eigentliche Schönheit solcher Veranstaltungen. Sie geben jungen Menschen nicht nur Antworten. Sie geben ihnen Möglichkeiten. Und Möglichkeiten besitzen etwas beinahe Magisches. Sie verlangen keine endgültigen Entscheidungen. Sie öffnen Türen. Vielleicht werden einige der Teilnehmer später völlig andere Wege einschlagen. Aber selbst dann wird etwas bleiben: die Erfahrung, Gedanken in Worte verwandeln zu können. Und gerade in einer Zeit, in der vieles schneller geworden ist, erscheint diese Fähigkeit wichtiger denn je. Hans-Georg Gadamer verstand Kommunikation nicht nur als Austausch von Worten, sondern als Begegnung zwischen Menschen: Das Gespräch hat eine verwandelnde Kraft. Kommunikation bedeutet nämlich weit mehr als Sprache allein. Sie bedeutet Zuhören. Verstehen. Fragen stellen. Brücken bauen. Vielleicht liegt gerade darin die stille Hoffnung solcher Wettbewerbe. Nicht darin, die Besten zu finden. Sondern darin, Menschen zu helfen, die beste Version ihrer selbst zu entdecken. Und vielleicht sitzt heute irgendwo in diesem Saal jemand, der noch gar nicht ahnt, dass seine eigentliche Geschichte gerade erst begonnen hat. Seitens der Fakultät für Kommunikationswissenschaften wurde der Wettbewerb von Univ.-Lekt. Dascălu-Romițan koordiniert, die auch die Preisverleihung moderierte. Diese fand im Konferenzzentrum der UPT, im Mehrzwecksaal der Bibliothek der Politehnica-Universität statt. Die Preise wurden von der Politehnica-Universität Temeswar, der Fakultät für Kommunikationswissenschaften sowie von institutionellen und kulturellen Partnern gestiftet, die die Veranstaltung unterstützten. Der erste Preis in der Sektion Rumänisch/Essay wurde vom Lions Club Iris Timișoara gesponsert und ging an die Schülerin Dura Georgiana-Emilia, aus der 12. Klasse aus Novaci, während der erste Preis in der Kategorie Deutsch von der „Banater Zeitung Temeswar” / „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“ vergeben wurde. Den ersten Preis in der Kategorie Deutsch gewann der Schüler Jannik Welzeck aus der 11. Klasse des Nikolaus-Lenau-Lyzeums Temeswar, dessen Lehrerin Cecilie Teuschländer ist. Überreicht wurde der erste Preis in Deutsch von Dana Miculescu im Namen der Redaktion der „Banater Zeitung Temeswar”. Sie übergab Jannik Welzeck das Diplom und ein Jahresabonnement der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien“. Die „Banater Zeitung Temeswar“ unterstützt den Wettbewerb bereits seit seinen ersten Ausgaben und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Fakultät für Kommunikationswissenschaften. Die Preise für die französische Sprachsektion wurden mit Unterstützung des Institut Français de Timișoara vergeben, jene für die deutsche Sprachsektion mit Unterstützung des Deutschen Kulturzentrums Temeswar und des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, die den Wettbewerb seit den ersten Ausgaben begleiten. Für Englisch wurden die Preise von der Universität und Fakultät gestiftet. Die Veranstaltung wurde mit der Preisverleihung im Rahmen der Veranstaltung „Politehnica Timișoara – Ein Schritt in deine Zukunft!“ fortgesetzt, an welcher die Gewinner aller nationalen Wettbewerbe teilnahmen, die von allen Fakultäten der Politehnica-Universität Temeswar organisiert wurden. Im Auditorium des Konferenzzentrums überreichte Dekan Dejica-Cartiș Diplome und Preise an die Schüler, die die Plätze I, II und III in den vier Kategorien des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ belegten. Begleitet wurde er dabei von Iasmina Velimirovici. Vor acht Jahren hatte Iasmina selbst als Schülerin am Wettbewerb „Olimpiadele comunicării“ teilgenommen, anschließend an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften studiert und ist heute als Lehrkraft an der Institution tätig.
Kommunikation und Fremdsprachen gewinnen an Bedeutung
Die Organisatoren betonten, dass die hohe Teilnehmerzahl das wachsende Interesse junger Menschen für die Bereiche Kommunikation und Fremdsprachen bestätige – Bereiche, die im Rahmen der Studiengänge Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Übersetzen und Dolmetschen an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften vertieft werden können. An der FSC gibt es seit über 30 Jahren auch deutschsprachige Studiengänge und Deutsch wird als Fremdsprache an der UPT an allen Fakultäten studiert. Der Wettbewerb „Olimpiadele comunicării“ wurde von betreuenden Lehrkräften und von der Schulleitungen zahlreicher Lyzeen aus dem ganzen Land unterstützt, ebenso von den Partnern der Fakultät für Kommunikationswissenschaften, die zur Auszeichnung der Teilnehmenden beitrugen. Zu den Partnern zählen das Demokratische Forum der Deutschen im Banat, die „Banater Zeitung Temeswar“, die „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“, der Lions Club Iris Temeswar (Clubul Lions Iris Timișoara), das Deutsche Kulturzentrum Temeswar, die Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft Temeswar, das Institut Français de Timișoara sowie das Zentrum für Berufsberatung und Karriereorientierung der UPT (CCOC). Die Preisverleihung des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ wurde mit Unterstützung der Lehrkräfte und Studierenden der Studentenvereinigung Liga FSC organisiert und von Dr. Ana-Maria Dascălu-Romițan koordiniert.





