Bukarest (ADZ) – Medienberichten zufolge könnte es kommende Woche zu weiteren Konsultationen zwischen Präsident Nicușor Dan und den Spitzen der ehemaligen Koalitionsparteien kommen – ob formelle oder informelle, ist noch unklar. Obwohl dem Staatsoberhaupt mit Sorin Grindeanu und Siegfried Mureșan seitens der PSD bzw. der PNL, USR und dem UDMR zwei Regierungschef-Vorschläge unterbreitet wurden, zögert Dan die Vergabe des Regierungsauftrags seit mehr als einem Monat hinaus – angeblich, weil keiner der beiden Kandidaten eine proeuropäische Mehrheit hinter sich bringen kann. Auch scheint der Staatschef die Idee eines technokratischen Premierministers noch nicht begraben zu haben – neuerdings steht Interims-Finanzminister Alexandru Nazare wieder hoch im Kurs, da er weder von der PNL noch vor der PSD dezidiert abgelehnt wird. Wie die Medien diese Tage unter Berufung auf liberale Kreise berichten, wäre die PNL mittlerweile bereit, Nazare und seinem Kabinett das Vertrauen auszusprechen, während die PSD zwar ihren Parteichef Grindeanu als künftigen Premier vorzieht, zur Beilegung der Regierungskrise jedoch notfalls auch mit dem Notenbank-Experten Nazare vorliebnehmen würde.





