Bleibt AUR-Chef George Simion bald ohne US-Visum?

Ex-US-Amtsträger stellen dessen Vereinbarkeit mit US-Werten in Frage

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Bukarest (ADZ) – Drei frühere Botschafter der USA in Rumänien und Belgien, Adrian Zuckerman, Mark Gitenstein und Ronald Gidwitz, sowie der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaates Virginia, James S. Gilmore III., haben in einem in der einflussreichen israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ veröffentlichten Meinungsartikel eine Widerrufung des für den Chef der rechtspopulistischen AUR, George Simion, ausgestellten US-Visums angeregt. Simions Vereinbarkeit mit den Werten, für die sich die USA einsetzen würden, gehöre überprüft – der AUR-Chef habe zwar große Bemühungen unternommen, sich als Pro-Amerikaner und Anhänger der MAGA-Bewegung zu verkaufen, doch basiere seine Rhetorik de facto zumeist auf einem Kreml-nahen Narrativ, schrieben die vier Ex-US-Amtsträger, die auch Simions beständige Unterstützung für den früheren prorussischen Präsidentschaftskandidaten C˛lin Georgescu kritisch sehen: Trotz dessen zahlloser antisemitischer Statements, der Verherrlichung faschistischer Gestalten sowie seiner Attacken auf führende westliche Politiker habe der AUR-Chef ihn stets in Schutz genommen, Georgescu werde weiter als zentrale Figur der nationalistischen Bewegung in Rumänien promotet, beanstandeten die Autoren.

Ausdrücklich verwiesen Zuckerman, Gitenstein, Gidwitz und Gilmore III. zudem darauf, dass sich die rechtspopulistische AUR im März l. J. gegen eine logistische Unterstützung der Vereinigten Staaten im Kontext der US-Militäraktionen im Nahen Osten bzw. zeitweilige Stationierung von US-Tankflugzeugen auf rumänischen Militärbasen ausgesprochen hatte. Auch sei Simion sogar Sturm gegen eine Gesetzesnovelle gelaufen, die den Abschuss russischer, in den rumänischen Luftraum eingedrungener Drohnen ermögliche, betonten die Autoren.