Bukarest (ADZ) – Die Flughafengesellschaft CNAB will für die beiden Standorte Henri Coandă und Băneasa-Aurel Vlaicu integrierte Systeme zur Abwehr unbemannter Fluggeräte anschaffen.
Die Systeme sollen Drohnen erkennen, klassifizieren, verfolgen und gegebenenfalls außer Gefecht setzen können. Das System muss fähig sein, mehrere Ziele gleichzeitig zu erfassen – bei Tag und Nacht sowie unabhängig von den Wetterbedingungen. Nach den Vorgaben sollen die Anlagen zudem die Einbindung verschiedener Mittel zur Neutralisierung im Rahmen geltender Vorschriften ermöglichen.
Drohnenvorfälle gehören mittlerweile zum Alltag. Am Montag ließ die Luftwaffe zwei Jets und einen Hubschrauber aufsteigen, nachdem die Radarsysteme ein Ziel im Gebiet Târgu Bujor im Kreis Galatz erfasste. Am Sonntag waren Reste zweier Drohnen des russischen Modells Typs Gerbera im Schwarzen Meer entdeckt worden. Eine davon wurde am Morgen in der Nähe des Ferienorts Costinești gesichtet, am Abend meldete das Verteidigungsministerium die Neutralisierung einer weiteren Drohne bei Gura Portiței, etwa 70 km nördlich von Konstanza. Hier stellten Kampftaucher Sprengstoff an Bord fest und machten das Objekt unschädlich. In Costinești ergab die pyrotechnische Untersuchung, dass die Drohne keine Sprengladung führte.
Zu einem ähnlichen Fund kam es letzten Freitag bei Midia. Besorgniserregender war, dass eine Drohne auch in der Nähe der Gasbohrinsel im Bereich Neptun Deep entdeckt wurde und von einem Kampfflugzeug zerstört werden musste.





