Bukarest (ADZ) – Der rumänische Senat hat den von der nationalistischen Partei AUR eingebrachten Misstrauensantrag gegen Energieminister Sebastian Burduja (PNL) abgelehnt. Von den 120 anwesenden Senatoren stimmten 54 für die Absetzung des Ministers, 66 votierten dagegen. Unterstützt wurde die Initiative von den Fraktionen AUR, USR, SOS und POT. Sie warfen Burduja Inkompetenz bei der Umsetzung von Energieprojekten und die Vergabe von teuren Verträgen ohne öffentliche Ausschreibung vor.
Zittern musste Burduja nicht – schon vor der Debatte hatten Vertreter der Regierungsparteien PNL und PSD dem Minister demonstrativ ihre Unterstützung zugesichert. PNL-Senator Vasile Blaga hob hervor, Burduja habe sich für eine Steigerung der Stromproduktion, auch im Bereich erneuerbarer Energien, eingesetzt und den Bau der Reaktoren beim AKW in Cernavodă wiederbelebt. Die Misstrauensinitiative sei nichts weiter als Wahlkampfgetöse. Von der PSD hieß es, Burduja sei im Vergleich zu anderen Energieministern ein „Lichtblick“.