Bukarest (ADZ) – Regisseur Cristian Mungiu, der mit seiner neusten Produktion „Fjord“ die Palme d´Or in Cannes gewonnen hat, redet Klartext: Zahlreiche Städte haben kein Kino, und selbst Bukarest verfüge über keinen geeigneten Saal für große Filmpremieren und Arthouse-Produktionen. Mungiu fordert eine stärkere Finanzierung des nationalen Filmfonds, dessen Einnahmen nach seinen Angaben unvollständig eingezogen werden. Allein aus einer seit Jahren nicht abgeführten Glücksspielabgabe seien Rückstände von mindestens 130 Millionen Euro entstanden. Zudem sprach er sich für Investitionen in Kinos, die Digitalisierung von Kulturhäusern, eine Reform des Urheberrechts sowie den Bau eines Kultur- und Kinokomplexes in Bukarest aus. Nur so könne die rumänische Filmindustrie langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Der Film „Fjord“ soll am 13. Juni als Vorpremiere zeitgleich in 90 Kinos in 52 Städten in Rumänien gezeigt werden. Der offizielle Kinostart steht noch nicht fest.





