Fritz dementiert Verhandlungen über eine PSD-USR-UDMR-Koalition

USR-Chef: „Werden keine Stabilität für Korrupte gewährleisten“

USR-Chef Dominic Fritz | Archivfoto: Wikimedia Commons

Temeswar/Bukarest (ADZ) – USR-Chef Dominic Fritz hat die jüngsten Gerüchte über eine mögliche Koalition zwischen der PSD, dem UDMR und seiner Reformpartei, auf die Staatspräsident Nicușor Dan angeblich drängen soll, dementiert: Derlei Kolportagen würden bloß darauf abzielen, „Misstrauen zwischen den beiden Mitte-Rechts-Parteien PNL und USR zu säen und ihren Schulterschluss zu untergraben“, schrieb der amtierende Bürgermeister von Temeswar am Mittwoch in einem Facebook-Posting.

Fritz stellte klar, dass seine Partei konsequent bleibe – man werde keiner weiteren Koalition mit der PSD angehören, nachdem letztere gemeinsam mit der rechtspopulistischen AUR die eigene Regierung gestürzt habe. Dieser Beschluss beruhe weder auf gekränktem Stolz noch auf Sturheit, sondern einzig auf der Überzeugung, dass der proeuropäische und reformorientierte Weg des Landes nur durch moralische Klarheit und Übernahme von Verantwortung beibehalten werden könne. Entsprechend sei die USR auch nicht bereit, der PSD und AUR als „Deckmantel“ zu dienen, hinter dem sie ihre Zusammenarbeit verstecken könnten. Man sei nicht gewillt, „Stabilität für Korrupte“ zu gewährleisten und die Hoffnungen der Bürger auf einen sauberen und leistungsfähigeren Staat zu enttäuschen, schrieb der USR-Chef.

Seinerseits betonte auch Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR), dass seine Partei weder Koalitionsverhandlungen mit der PSD eingehen noch eine „Technokraten-Regierung mit dem Parteibuch in der Hosentasche“ dulden werde, die bloß „den Wünschen der PSD“ Rechnung tragen würde. Miruță fügte hinzu, angesichts des gegenwärtigen Patts bei der Mehrheitsfindung nicht auszuschließen, dass das Interims-Kabinett unter Ilie Bolojan womöglich bis zum Herbst im Amt bleibt.