Grindeanu bietet Bolojan Regierungsrotation an

„Lasst Bolojan und Fritz zum Unterschreiben kommen!“

PSD-Chef Sorin Grindeanu | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Im Streit um die Bildung einer neuen Regierung in Rumänien hat PSD-Chef Sorin Grindeanu offenbar eingelenkt und der PNL und der USR den Vorschlag gemacht, bei der Regierungsbildung nach dem Rotationsprizip vorzugehen. Einzige Bedingung sei, dass die Rotation mit der PSD beginnt, erklärte er. Er sei bereit, ein politisches Abkommen sofort zu unterschreiben, wenn PNL-Chef Ilie Bolojan und USR-Vorsitzender Dominic Fritz im Gegenzug ein von der PSD geführtes Minderheitskabinett unterstützten. Grindeanu warf Bolojan vor, die Regierungsbildung aus „Stolz“ bewusst zu blockieren. Ein einzelner Politiker halte das Land in einer politischen Blockade fest und ändere ständig seine Zusagen. Zugleich warf er der AUR vor, den abgesetzten Ministerpräsidenten Bolojan zu stützen, nachdem sie beim Misstrauensvotum gegen die Regierung gestimmt hatten. Bolojan wies die Vorwürfe zurück. Das eigentliche Problem bei den Verhandlungen sei der Vertrauensverlust zwischen den Parteien, vor allem gegenüber der PSD. Zwar begrüße er die neue Gesprächsbereitschaft Grindeanus, doch ohne gegenseitiges Vertrauen werde eine Einigung schwierig. Auch die USR sprach von einem Vertrauensverlust.