Bukarest (ADZ) – PSD-Chef Sorin Grindeanu ist nach wie vor um eine Mehrheit bemüht, die ihm Ende August/Anfang September den erhofften Regierungsauftrag bescheren soll und sein Kabinett anschließend im Parlament bestätigen würde. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge umwirbt Grindeanu in diesen Tagen vermehrt die ultrarechten Splitterfraktionen im Parlament, die fraktionslosen Parlamentarier sowie den Ungarnverband – wobei vorerst unklar bleibt, ob der UDMR das Minderheitskabinett der PSD bloß dulden oder diesem auch angehören soll. Wie die Medien aus PSD-Kreisen erfuhren, will Grindeanu eine Mehrheit bestehend aus seiner PSD, dem UDMR, der Minderheiten-Fraktion, den abtrünnigen liberalen Parlamentariern um den kläglich gescheiterten designierten Premier Adrian Veștea sowie der ultrarechten Splitterfraktion „Geeint für Rumänien“ (UPR) aufstellen, in der mittlerweile der frühere PSD-Politiker und Ex-Regierungschef Victor Ponta das Sagen hat. Laut Berechnungen der PSD kämen auf diese Weise mit etwas Glück bzw. ohne allzu viele Abweichler etwa 238 Stimmen zusammen – fünf mehr als die nötige Mindestanzahl von 233 Stimmen, um ein neues Kabinett im Amt bestätigen zu können.





