Bukarest (ADZ) - Das Haushaltsdefizit des rumänischen Staates ist Ende Oktober laufenden Jahres auf 6,19 Prozent des für dieses Jahr veranschlagten Bruttoinlandsprodukts (BIP) bzw. 109,4 Milliarden Lei (rund 22 Mrd. Euro) gestiegen. Vor einem Jahr lag zu diesem Zeitpunkt der Fehlbetrag noch bei 3,91 Prozent der Wirtschaftsleistung, so eine am Dienstag veröffentlichte Mitteilung des Finanzministeriums.
Demnach haben die Staatsausgaben um 21 Prozent im Jahresvergleich zugelegt, während die Einnahmen lediglich um 13,1 Prozent gestiegen sind. Unter anderem sind Personalausgaben (+25,7 Mrd. Lei), Investitionsausgaben (+24,4 Mrd. Lei) und Sozialausgaben (+24 Mrd. Lei) deutlich gestiegen. Auf der Einnahmenseite wurden in den ersten zehn Monaten 2024 aus Sozialabgaben 26,1 Mrd. Lei zusätzlich eingenommen, deutliche Anstiege gab es auch bei Einkommen aus der Mehrwertsteuer (+14,4 Mrd. Lei) sowie der Lohn- und Einkommenssteuer (+7,4 Mrd. Lei).