Konter mit Russland wegen moldauischem Hafen Giurgiulești

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Bukarest/Moskau (ADZ) – Die Übernahme des internationalen Hafens Giurgiulești  in der Republik Moldau durch Rumänien ist für Russland ein rotes Tuch. 

Das russische Außenministerium behauptet, Bukarest wolle den Hafen für Waffenlieferungen an die Ukraine nutzen. Der Direktor der Europa-Abteilung im russischen Außenministerium, Juri Pilipson, erklärte in einem Interview mit der Kreml-kontrollierten amtlichen Presseagentur TASS, Rumänien habe die Übernahme des Hafenbetreibers als Schritt zur „wirtschaftlichen Wiedervereinigung“ mit der Moldau bezeichnet und zugleich angekündigt, den Standort beim Wiederaufbau der Ukraine einzusetzen. Rumänien unterstütze die Regierung in Kiew bereits militärisch und logistisch. Der Hafen sei seit Langem ein Umschlagplatz für Lieferungen in die Ukraine, darunter auch Güter für die ukrainischen Streitkräfte, sagte Pilipson.

Rumänien amtierende Außenministerin Oana Țoiu wies die Vorwürfe zurück. Bei Digi24 erklärte sie, dass Russland offenbar mit dem wachsenden regionalen Einfluss Rumäniens unzufrieden sei. Rumänien verfolge mit dem Erwerb des Hafens, über den etwa 60% der moldauischen Exporte abgewickelt werden, klare wirtschaftliche Ziele, sagte Țoiu: Die Übernahme solle den internationalen Handel stärken und zugleich die Stellung des Landes in der Region ausbauen. Die Hafenverwaltung Konstanza hatte dieses Jahr die Firma Danube Logistics, die den Donauhafen Giurgiulești betreibt, von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung übernommen.