Bukarest (ADZ) – Liberalenchef Ilie Bolojan hat aus Anlass des 151. Jubiläums seit der Gründung der PNL eine „Neuaufstellung der Partei“ angekündigt – mit 15 Prozent im Parlament könne man das Land nämlich nicht modernisieren, sagte Bolojan in einer Rede. Entsprechend müsse sich die PNL in den kommenden beiden Jahren „öffnen und wertvolle, arbeitstüchtige Menschen heranziehen“, die bereit seien, sich für einen effizienteren Staat, effizientere Behörden und den Abbau von Privilegien einzusetzen. Er sei überzeugt, dass man von den Bürgern als „seriöse, glaubwürdige Partei“ wahrgenommen werde, solange man auf Leistungen setze, erklärte der PNL-Chef. Seine Regierung sei bemüht gewesen, der Geldverschwendung ein Ende zu bereiten und Ungerechtigkeiten aus der Welt zu schaffen – dies sei letztlich auch der Grund gewesen, weswegen sie gestürzt worden sei, so der Interims-Premier. Bolojan betonte, dass die PNL in den letzten Wochen beschlossen habe, einen Weg einzuschlagen, der keine „kompromittierenden Kompromisse“ vorsieht – es sei der Weg der Selbstachtung sowie Neuorganisierung der Partei.
Sein erster Stellvertreter, der amtierende Bukarester Oberbürgermeister Ciprian Ciucu, sagte seinerseits, die PNL sei bereit, den Gang in die Opposition anzutreten – einschließlich, um in dieser Zeit überfällige interne Reformen umzusetzen. Was man sich u. a. abgewöhnen müsse, sei „der Pesedismus“, mit dem sich die Partei „angesteckt“ habe. Wenn man nicht den Mut habe, die Dinge beim Namen zu nennen, laufe man letztlich Gefahr, früher oder später den gleichen Fehler zu begehen, warnte Ciucu. Auch der PNL-Vize betonte, dass man sich Leistungen auf die Fahnen schreiben und das tun müsse, was „richtig für Stadt, Gemeinde und Gemeinschaft“ sei.





