Moody's besorgt über Lohnpolitik

Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) – Die Ratingagentur Moody’s zweifelt nach dem Scheitern des Lohngesetzes für den Staatssektor und dem Verlust von 770 Millionen Euro aus Brüssel an der Fähigkeit Rumäniens, seine Staatsausgaben unter Kontrolle zu halten. Die Gehälter im öffentlichen Dienst machen mehr als 20 Prozent der Staatsausgaben aus. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass der Staat Kredite zu höheren Kosten aufnimmt. Die Chancen, dass die gehaltspolitischen Reformen noch 2026 verabschiedet und umgesetzt werde, seien ohne den Leistungsdruck der Umsetzung des Wiederaufbau- und Resilienzplans überdies deutlich niedriger. Moody’s erwartet, dass das Haushaltsdefizit 2026 auf 5,8 Prozent des BIP sinkt. Ob diese Entwicklung ab 2027 anhält, sei angesichts der politischen Zersplitterung jedoch offen. Interimsfinanzminister Alexandru Nazare warnte ebenfalls vor den Folgen. Moody’s werde die Reform daran messen, ob Rumänien seine Haushaltsanpassung fortsetzen könne, was am Haushalt für das nächste Jahr ablesbar sei, sagte er.