Bukarest (ADZ) – Die rechtspopulistische AUR hat prompt auf den in der israelischen Tageszeitung „Jerusalem Post“ veröffentlichten Meinungsartikel reagiert, in dem vier frühere Amtsträger der USA, darunter die beiden Ex-Botschafter in Rumänien Adrian Zuckerman und Mark Gitenstein, eine Widerrufung des für AUR-Chef George Simion ausgestellten US-Visums wegen seiner prorussischen Sympathien anregen. In einer Aussendung warf die AUR den vier ehemaligen US-Amtsträgern vor, eine wahre „Hexenjagd“ gegen Simion losgetreten zu haben – diesem würden Kreml-nahe Positionen ohne jegliche konkrete Beweise und ausschließlich aufgrund „konjunktureller Aussagen“ vorgeworfen. Dabei scheute die AUR nicht davor zurück, ihren Parteichef, bekanntlich ein früherer Fußball-Hooligan, mit US-Präsident Donald Trump zu vergleichen – auch Trump seien von den amerikanischen Mainstream-Medien während seiner ersten Amtszeit als US-Präsident prorussische Sympathien, Rassismus und teils auch Antisemitismus vorgeworfen worden, es sei einfach nur „traurig und höchst unfair“, dass Trumps damaliger Botschafter in Rumänien nun die gleichen Vorhaltungen gegen den AUR-Chef erhebe, obwohl weder die Haltung der Partei noch die AUR-Doktrin oder die Statements des Parteichefs derartige Schlussfolgerungen zuließen, hieß es in der Aussendung.
AUR-Fraktionschef Petrișor Peiu stellte seinerseits klar, dass die Geste der vier ehemaligen US-Amtsträger wohl als Unterstützung für die politischen Gegner der AUR gedacht sei. Wäre es den vieren tatsächlich um Simions US-Visum gegangen, hätten sie sich direkt an die zuständigen US-Behörden wenden können – so aber wirke alles wie eine Schützenhilfe für gewisse politische Parteien, sagte Peiu dem Sender B1 TV.





