NATO-Botschafter verurteilen Drohnen-Vorfälle in Rumänien und Polen

Die jüngsten ereigneten sich am Freitag in Tulcea

Brüssel/Tulcea/Costinești (ADZ) – Die Botschafter der NATO-Staaten haben auf ihrem jüngsten Treffen über die zuletzt in Rumänien und Polen erfolgten Luftraumverletzungen durch russische Drohnen beraten. Wie NATO-Sprecherin Allison Hart mitteilte, sicherten die Verbündeten den betroffenen NATO-Staaten ihre volle Solidarität und Unterstützung zu und verurteilten Russland für dessen „rücksichtslose Aktionen“ – diese seien gefährlich und inakzeptabel und zeigten eine zunehmende Risikobereitschaft Russlands. Entsprechend baue die NATO ihre integrierte Luft- und Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet weiter aus. Rumäniens NATO-Botschafter Dan Neculăescu teilte bei X mit, seinerseits auf die Notwendigkeit der Erweiterung der militärischen Fähigkeiten hingewiesen und zudem die Solidarität unseres Landes mit Polen zum Ausdruck gebracht zu haben. 

Rumänische F16-Kampfjets hatten bekanntlich Ende Juli drei Tage hintereinander russische Kampfdrohnen abgeschossen, die in den eigenen Luftraum eingedrungen waren, wobei ein Ende der Drohnen-Vorfälle hierzulande nicht in Sicht ist: Erst am Dienstag hatte die rumänische Marine im Schwarzen Meer zwei unweit des Offshore-Erdgasfeldes „Neptun Deep“ treibende Drohnen gesprengt, die nach Angaben von Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) vom Typ Gerbera bzw. russischer Bauart gewesen waren. 

Drohnen-Vorfälle wurden auch am Donnerstag vermeldet: So stiegen F16-Kampfjets wegen drei binnen weniger Stunden im Raum Tulcea georteter Drohnen auf, die letztlich in Richtung Ukraine abdrehten, nachdem es in der Nacht bereits zu Luftraumverletzungen durch fünf Drohnen gekommen war. Bei Costinești entdeckten Touristen ein vor der Küste treibendes Drohnenwrack. 

Am Freitag stürzte bei Luncavița (Kreis Tulcea) eine weitere Drohne ab und explodierte.