NATO und Ukraine sichern Rumänien Unterstützung zu

Italien schickt 100 Soldaten ins rumänische Grenzgebiet

Brüssel/Kiew/Rom (ADZ/dpa) – Die Ukraine hat Rumänien nach dem gravierenden Drohnen-Vorfall in Galatz Unterstützung „in jeder erforderlichen Weise“ zugesichert. Wie Präsident Nicușor Dan am Wochenende nach einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj über den Online-Dienst X mitteilte, soll vor allem die beschlossene bilaterale Kooperation bei der Produktion von Militärdrohnen beschleunigt werden.

Auch Italien will infolge des Drohnen-Vorfalls rund hundert Soldaten sowie Kampfjets seiner Luftstreitkräfte früher als geplant nach Rumänien entsenden – sie sollen bereits Mitte Juni hierzulande eintreffen, wie die italienische Tageszeitung La Repubblica berichtete.

Ihrerseits sicherte die NATO Rumänien Unterstützung und den Transfer von Drohnenabwehrkapazitäten zu. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach unserem Land die „uneingeschränkte Solidarität“ des Bündnisses aus – die NATO sei bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen, das Bündnis werde seine Abschreckung und Verteidigung stärken und die Ukraine weiterhin unterstützen.

Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Österreich kritisierten den gravierenden Vorfall ebenfalls scharf. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warf Moskau eine „unverantwortliche Handlung“ vor, während Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte: „Wir sind bereit, das Bündnisgebiet zu verteidigen.“ 

Die USA schwiegen sich derweil zum Drohnen-Einschlag in Galatz weitgehend aus – darauf angesprochen, kehrte US-Außenminister Marco Rubio den Journalisten den Rücken. Einzig der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, schrieb auf X: „Wir stehen an der Seite unseres NATO-Verbündeten Rumänien und verurteilen dieses rücksichtslose Eindringen in sein Territorium“.