Bukarest (ADZ) - Den zweiten Tag in Folge in Bukarest und erstmals auch in Temeswar, Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Brașov, Jassy/Iași und Konstanza protestierten Menschen am Dienstagabend gegen die Wahl Georgescus. Die Mobilisierung erfolgte über soziale Medien in studentischen Kreisen, wie verschiedene Medien berichteten. Die größten Menschenmengen kamen in Bukarest auf dem Universitätsplatz und in Temeswar auf dem Victoriei-Platz zusammen – jeweils einige hundert Personen. In Hermannstadt sprach eine Organisatorin von 300 Teilnehmern.
Die größtenteils jungen Demonstrierenden brachten ihre Sorge um die eigene Zukunft und die des Landes unter einem möglichen Präsidenten Georgescu zum Ausdruck. Sie fürchten, dass dieser Rumänien weg von der EU und näher an Russland bzw. in Putins Einflusssphäre führen wird. Sie haben Angst um die Demokratie und warnen vor Georgescu als möglichem „Diktator“.
Viele Parolen beziehen sich auf Georgescus Verherrlichung rumänischer Legionäre. Zahlreiche junge Menschen nennen ihren Protest explizit „antifaschistisch“. Mit den Aktionen wollen die Protestierenden aufrütteln und bei der Stichwahl am 8. Dezember einen Präsidenten Georgescu verhindern.