Bukarest (ADZ) – PSD-Chef Sorin Grindeanu hat hocherfreut auf den Sturz von Premier Ilie Bolojan (PNL) und dessen Restkabinett reagiert: So ließ es sich Grindeanu nicht nehmen, darauf zu verweisen, dass Bolojan mit einer „Rekordanzahl von Stimmen“ aus dem Amt gejagt worden sei, und forderte diesen sogar zum sofortigen Rücktritt als Interims-Regierungschef auf. Nach seinem schadenfreudigen Auftakt stellte der PSD-Chef sodann klar, weiter auf eine Wiederbelebung der verblichenen Fünfer-Koalition zu hoffen – die Liberalen ließ Grindeanu dabei wissen, es sei an der Zeit, „Parteidünkel beiseite zu lassen“.
Die erweiterte PNL-Führung trat indes zu einer mehrstündigen Sitzung zusammen, um ihre Strategie für die kommende Zeit festzulegen, und beschloss dabei mit überwältigender Mehrheit, die Partei den Gang in die Opposition antreten zu lassen. PNL-Chef Bolojan sagte anschließend, seine Partei gehe „in Würde“ ab und wolle sich ab sofort dem Aufbau eines „Pols zur Modernisierung des Landes“ widmen, damit diesem künftig „Privilegien und Sinekuren“ erspart blieben. PNL-Generalsekretär Dan Motreanu betonte, dass PSD und AUR nach ihrem gemeinsamen Vorstoß gegen die Regierung Bolojan nun in der Pflicht stünden, die Regierungsverantwortung zu übernehmen. Der PSD-nahe Flügel um den Ilfover Kreisratschef Hubert Thuma und den von der PSD als Nachfolger Bolojans bevorzugten PNL-Vize Cătălin Predoiu hatte die Parteiführung zwar in einer ersten Reaktion aufgefordert, nicht „überhastet und überemotional“ zu handeln und sich „dem Land zuliebe alle Optionen“ offenzuhalten, wurde jedoch letztlich haushoch überstimmt.
Seinerseits teilte USR-Chef Dominic Fritz mit, dass seine Partei bei ihrem Beschluss bleibe, kein weiteres Mal mit der PSD zu koalieren.





