Präsident bleibt Kiewer Treffen fern: Cotroceni hat „andere Prioritäten“

Dans Lebensgefährtin Mirabela Grădinaru reist dennoch in die Ukraine

Zum Unabhängigkeitstag der Ukraine am 24. August ist auch der Bukarester Parlamentspalast in den ukrainischen Nationalfarben angestrahlt worden. Heuer jährt sich dieser hohe Feiertag der Ukraine zum 35. Mal. Zum 5. Mal findet er seit dem russischen Angriffskrieg im Februar 2022 in Zeiten statt, in denen die Ukrainer ihre territoriale Integrität und nationale Identität mit Waffen und Blut verteidigen müssen. Foto: Cristian Nistor / Agerpres Foto

Bukarest/Kiew (ADZ) – Die Koalition der Willigen hat am Montag erneut unter dem gemeinsamen Vorsitz Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands  in der ukrainischen Hauptstadt getagt. Der rumänische Päsident Nicușor Dan war jedoch nicht dabei und schaltete sich beim Treffen der wichtigsten Verbündeten der seit 2022 von Russland angegriffenen Ukraine lediglich online zu. Somit sah Dan auch von der Teilnahme an den zeitgleich in Kiew organisierten Events anlässlich der 35. Jährung der ukrainischen Unabhängigkeit ab. Er habe die Einladung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu diesen Veranstaltungen vor dem Hintergrund intensiver gegenseitiger Kontakte „dankbar erhalten“,  müsse jedoch „innenpolitische Verpflichtungen“ wahrnehmen. So sei beschlossen worden, „anderen Aktivitäten auf dem Terminkalender des Präsidenten Vorrang zu geben“, heißt es in einem Schreiben des Präsidialamts an das Nachrichtenportal Hotnews. Immerhin sollen sich die Präsidenten am 27. August in Chi{in˛u treffen und eine weitere mögliche Begegnung sei für Mitte September vorgesehen, verlautete aus Cotroceni.

Einen Kiew-Besuch unternahm dafür Mirabela Grădinaru, die Lebensgefährtin von Präsident Nicușor Dan, auf Einladung der ukrainischen Präsidentengattin Olena Selenska. Das sechste Gipfeltreffen der First Ladies und First Gentlemen stand  unter dem Zeichen des ukrainischen Unabhängigkeitstags. Im Mittelpunkt stand die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften in Krisen und Zeiten der Unsicherheit sowie die Fähigkeit von Gemeinschaften, zum Wohl der Bürger zusammenzuhalten und zu handeln.

Grădinaru brachte ihre Bewunderung für die Entschlossenheit des ukrainischen Volkes zum Ausdruck, seine Heimat, Freiheit, Identität und Zukunft zu verteidigen, schrieb die rumänischen Präsidialverwaltung auf Facebook.