Konstanza (ADZ) – Präsident Nicușor Dan ist den am Wochenende in Konstanza gestiegenen Feierlichkeiten zum Tag der Marine abermals ferngeblieben – der Oberste Befehlshaber der rumänischen Streiträfte zog es vor, sich von Präsidialrat Marius Lazurca vertreten zu lassen und stattdessen gemeinsam mit der Familie das Kloster Dejani in den Fogarascher Bergen zu besuchen.
In Konstanza nahmen derweil mehr als 3500 rumänische und ausländische Marineoffiziere sowie Seeleute an den Feierlichkeiten und der darauffolgenden Schiffsparade teil. Generalstaabschef Gheorghiță Vlad betonte, dass das Schwarze Meer mittlerweile zu einem Raum geworden sei, in dem sich die Sicherheitslage äußerst schnell ändere – die Drohnen-Vorfälle der letzten Wochen würden einmal mehr verdeutlichen, „wie nahe die Bedrohung ist und wie wichtig ständige Überwachung, Reaktionsfähigkeit und Kooperation zwischen allen Kräftekategorien“ seien. Auch Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) verwies darauf, dass in den letzten Tagen eine Rekordzahl an Drohnen-Vorfällen verzeichnet wurde – Friede könne nun einmal nicht durch die bloße Hoffnung gesichert werden, dass „andere uns nicht angreifen“, sondern durch die Ausstattung der eigenen Streitkräfte.
Interims-Regierungschef Ilie Bolojan (PNL), der einige Buhrufe über sich ergehen lassen musste, dankte den rumänischen Seestreitkräften indes dafür, die Sicherheit der Stadt Konstanza sowie im Schwarzen Meer zu gewährleisten. PNL-Vize Ciprian Ciucu stellte wenig später in einem Facebook-Posting klar, dass Bolojan geahnt habe, infolge der fortwährenden Hetzkampagnen gegen ihn ausgebuht zu werden, doch habe er sich nichtsdestotrotz nach Konstanza begeben, da „immerhin jemand den Staat vertreten musste“.





