PSD-Bürgermeister Toma legt alle Parteiämter nieder

Kommunalpolitiker nach Kritik an der PSD-Spitze unter Druck

Buzău (ADZ) – Der als Kritiker seiner Parteiführung bekannte PSD-Bürgermeister von Buzău, Constantin Toma, ist mit sofortiger Wirkung von allen Parteiämtern zurückgetreten. Wie Toma bei Facebook eröffnete, habe er das Amt des Vorsitzenden des PSD-Munizipalverbandes Buzău sowie jenes eines Vizevorsitzenden des PSD-Kreisverbandes wegen der „zunehmend feindseligen Haltung“ der lokalen PSD-Führung ihm gegenüber niedergelegt. In den letzten beiden Sitzungen der Buzăuer Stadtrates hätten „immer mehr PSD-Stadträte“ gegen die vom ihm als Bürgermeister vorgeschlagenen Projekte gestimmt, teilte Toma mit. Der PSD-Kommunalpolitiker stellte klar, dass seine Führungsämter auf Parteiebene daher „belanglos“ geworden seien und die neuerdings an den Tag gelegte Haltung seiner Parteikollegen ihm gegenüber zweifelsfrei auf seine Kritik an der Parteiführung zurückzuführen sei. Aus der PSD austreten könne er zurzeit leider nicht, da er laut geltendem Rechtsrahmen damit auch sein Bürgermeister-Mandat einbüßen würde. Gäbe es diese Regelung nicht, würde er der PSD ohne Wenn und Aber den Rücken kehren, sagte Toma dem Sender Radio Campus am Mittwoch. 

Erst letzte Woche hatte der PSD-Kommunalpolitiker sowohl seinem Parteichef Sorin Grindeanu als auch dem einflussreichen „Ehepaar aus Craiova“ bzw. PSD-Vizechefin Lia Olguța Vasilescu und ihrem Mann, PSD-Generalsekretär Claudiu Manda, nahegelegt, alle Parteiämter niederlegen – sie hätten sowohl die eigene Partei als auch das Land in eine äußerst schwierige Lage gebracht. Anschließend könne ein neuer PSD-Vorstand sodann versuchen, die durch den Sturz der Koalitionsregierung unter Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) vergraulten Ex-Partner PNL, USR und UDMR zu neuen Koalitionsverhandlungen zu bewegen, so Toma.