Bukarest (ADZ) – Die Europäische Kommission hält weiterhin rund 700 Millionen Euro aus der dritten Zahlungsanforderung des nationalen Wiederaufbauplans (PNRR) gesperrt, so der Minister für Investitionen und europäische Projekte, Marcel Boloș, am Dienstag vor dem Europaausschuss des Parlaments. Ein Problem betrifft die Verwaltungsräte in Energiekonzernen. Hier sieht die EU 43 Fälle mit fragwürdiger Ernennungspraxis, weshalb weitere fast 300 Millionen Euro blockiert sind. Ein weiterer Streitpunkt sei laut Boloș die Leitung der Aufsichtsbehörde für staatliche Unternehmen (AMEPIP). Solange die Behörde nicht ordnungsgemäß funktionsfähig ist und die Leitung nicht ernannt wurde, gelten die zugehörigen Verpflichtungen als unerfüllt. In diesem Zusammenhang sind fast 400 Millionen Euro eingefroren. Als dritten Knackpunkt, bei dem über 230 Millionen Euro auf dem Spiel stehen, nannte Boloș die Reform der Sonderrenten. Bislang hat Rumänien 9,4 Milliarden Euro aus dem PNRR erhalten. Ausstehend sind noch über 19 Milliarden Euro.