Bukarest/Galatz (ADZ) – Nach dem gravierendsten Drohnen-Vorfall hierzulande seit Beginn der russischen Invasion in der benachbarten Ukraine, bei dem zwei Personen – eine Mutter und ihr 14-jähriger Sohn – verletzt wurden, hat Rumänien das russische Generalkonsulat in Konstanza mit sofortiger Wirkung schließen lassen und den russischen Konsul vor Ort, Andrej Kosilin, ausgewiesen. Das teilte Staatspräsident Nicușor Dan nach einer Dringlichkeitssitzung des Obersten Verteidigungsrates (CSAT) mit. Der BBC sagte das Staatsoberhaupt am Wochenende zudem, man werde nicht davor zurückscheuen, auch den russischen Botschafter zur Persona non grata zu erklären, sollte es zu einem weiteren Drohnen-Vorfall kommen.
Da Kremlchef Wladimir Putin die Herkunft der in Galatz eingeschlagenen Kampfdrohne offen in Frage gestellt hatte, veröffentlichte Präsident Dan überdies Fotos der Drohnenüberreste, auf denen sowohl die Bezeichnung „Geran 2“ als auch die Seriennummer der Kamikaze-Drohne deutlich ablesbar sind. Die Untersuchung der Drohnenüberreste habe eindeutig ergeben, dass es sich um ein unbemanntes Flugobjekt russischer Herstellung handele, stellte Dan klar.
In Begleitung von Innenminister Cătălin Predoiu (PNL) und Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) besuchte der Staatschef noch am gleichen Abend die beiden Opfer des Galatzer Drohnen-Einschlags sowie das beschädigte Hochhaus. Das Kabinett von Interims-Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) trat indes zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um Soforthilfen zu beschließen: So erhalten alle Eigentümer des Galatzer Wohnblocks, deren Appartements zu mehr als 25 Prozent beschädigt wurden, eine Soforthilfe in Höhe von 25.000 Lei, während die Inhaber weniger beschädigter Wohnungen 10.000 Lei erhalten.





