Rumänien übernimmt neue Korvette aus der Türkei

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Bukarest/Istanbul (ADZ) – Die in der Türkei gebaute Korvette der Hisar-Klasse hat am Wochenende auf der Werft in Istanbul die rumänische Flagge bekommen und steht damit nun offiziell im Dienst der Marine. Es ist das erste neu gebaute größere Kriegsschiff, das Rumänien seit mehr als 30 Jahren in Dienst stellt.

Die Korvette mit einer Besatzung von 85 Seeleuten eignet sich für Überwachungs-, Aufklärungs- und Patrouillenaufgaben sowie für Seenotrettung, Überwasser-, Luft- und U-Boot-Abwehr. Auch der Einsatz eines Bordhubschraubers ist vorgesehen.

Rumänien kaufte die Korvette im Dezember 2025 für 223 Millionen Euro, noch bevor sie in den regulären Dienst der türkischen Marine übernommen wurde. Für die vollständige Einsatzfähigkeit veranschlagt das Verteidigungsministerium rund 265 Millionen Euro. In der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen deshalb weitere Waffensysteme im Wert von etwa 42 Millionen Euro beschafft werden. Geplant sind unter anderem Systeme für die Flugabwehr, Raketen-Torpedo-Werfer sowie ein Infrarot-Such- und Verfolgungssystem. Später soll über das SAFE-Programm auch ein Raketensystem eingebaut werden.
Im Moment ist das Kriegsschiff eher spärlich bestückt und hat nur eine Bordkanone und mehrere Maschinengewehre.

Die Marine gehört zu den großen SAFE-Gewinnern. Aus dem EU-Rüstungsprogramm sollen 920 Millionen Euro an den deutschen Konzern Rheinmetall fließen, der bei der Werft in Mangalia mit diesem Geld vier Patrouillenboote bauen soll.