Rumänien wirbt für US-Truppenpräsenz

Kongress-Delegation diskutiert mit Oana Țoiu

Essenfassen in der Offiziersmesse: Auf der Militärbasis „Mihail Kogălniceanu“ hat Staatspräsident Nicușor Dan am Sonntag die Delegation des US-Kongresses, angeführt von Mike Rogers, Präsident der Streitkräfte-Kommission, und Eric Sorensen, Mitglied derselben, getroffen. Die Gespräche drehten sich um die strategische Bedeutung des Schwarzmeerraums für die transatlantische Sicherheit und die Notwendigkeit einer stärkeren Konsolidierung der gemeinsamen Abschreckung, so Dan auf Facebook. | Foto: Präsidentschaft

Bukarest (ADZ) – Die geschäftsführende Außenministerin hat am Samstag bei Digi24 erläutert, dass die USA aktuell den Beitrag jedes einzelnen verbündeten Staates zur NATO prüfen. Das sei ein Kriterium bei der Bewertung der eigenen Präsenz im jeweiligen alliierten Staat und Rumänien bemühe sich darum, die USA von einem Verbleib ihrer Truppen im Land zu überzeugen. Die US-Truppenpräsenz hier und in Europa generell sei für die Sicherheit des Landes von großer Bedeutung, sagte Țoiu. 

Zugleich verwies die Ministerin auf Grenzen für einen möglichen Truppenabzug. Der US-Kongress habe der Regierung Beschränkungen auferlegt. So dürfe die Zahl der US-Soldaten in Europa nicht unter 76.000 sinken, ohne dass zuvor Gespräche mit dem Kongress geführt würden. Țoiu hatte am Samstag eine Delegation des US-Kongresses unter Leitung des Republikaners Mike Rogers empfangen, der dem Streitkräfteausschuss im Repräsentantenhaus vorsteht. An dem Treffen nahmen auch der demokratische Abgeordnete Eric Sorensen und der US-Botschafter Darryl Nirenberg teil. Auch Präsident Nicușor Dan und Verteidigungsminister Radu Miruță trafen sich mit der US-Delegation, die auch Luftwaffenstützpunkte besuchte.