Bukarest/SanktPetersburg (ADZ) – Die rumänische Europaabgeordnete Diana Ivanovici-Șoșoacă hat in einer Ansprache beim Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg erklärt, dass Rumänen Russland nicht hassten und keine weitere Unterstützung für die Ukraine wünschen – allerdings werde „Rumänien leider aus Brüssel geführt“, so Șoșoacă. Das rumänische Außenministerium reagierte scharf auf den Auftritt. Sprecher Andrei Țărnea schrieb bei X, kein EU-Staat habe an dem „Treffen der Russland-Unterstützer“ teilgenommen. Auch zahlreiche Politologen sprachen der SOS-Rumänien-Chefin das Recht ab, für das rumänische Volk zu sprechen – dazu sei kraft Verfassung nur der Präsident befugt.
Das Forum gilt als wichtigstes Wirtschaftsereignis Russlands und wird oft als „russisches Davos“ bezeichnet. Vor der Annexion der Krim und der russischen Vollinvasion in der Ukraine nahmen zahlreiche internationale Spitzenpolitiker und Konzerne teil, darunter auch Vertreter der EU auf höchster Ebene – so 2016 der damalige Kommissionspräsident Jean Claude Juncker. Seit 2022 wird die Veranstaltung jedoch fast nur noch von eher zweitrangigen Vertretern aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten sowie moskaufreundlichen westlichen Influencern besucht.





