Bukarest/Galatz/Tulcea/Konstanza (ADZ) – Ein F18-Kampfjet der spanischen Luftwaffe, der hierzulande im Auftrag der NATO Air Policing-Einsätze fliegt, hat am frühen Sonntagmorgen eine in den rumänischen Luftraum eingedrungene Drohne rund 24 Kilometer vor Galatz über unbewohntem Gebiet abgeschossen. Spanien hatte Italien Anfang August bei den Luftraumüberwachungsmissionen hierzulande abgelöst. Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) dankte den beiden aufgestiegenen spanischen Kampfjet-Piloten sowie den rumänischen Offizieren aus der Kommandozentrale für den erfolgreich verlaufenen Einsatz – Rumänien wisse seinen Luftraum zu verteidigen und habe dabei die Verbündeten zur Seite, schrieb Miruță bei Facebook.
Die Überreste der abgeschossenen, aus der benachbarten Moldau in den rumänischen Luftraum eingedrungenen Drohne gingen zwischen den Ortschaften Băleni und Cudalbi (Kreis Galatz) nieder. Zur Herkunft der Drohne machte das Verteidigungsressort vorerst keine Angaben, ein NATO-Sprecher teilte jedoch mit, dass sie allem Anschein nach „eine russische“ vom Typ Geran 2 gewesen sei. Es ist bereits die vierte Drohne, die hierzulande binnen kaum eines Monats abgeschossen wird – die ersten drei waren Ende Juli von rumänischen Piloten vom Himmel geholt worden.
Das gesamte Wochenende war von zahlreichen Drohnen-Vorfällen geprägt gewesen: So waren am Samstag und Sonntag vor den Ressorts Saturn und Olimp sowie bei Konstanza angeschwemmte Drohnenüberreste gefunden worden, während am Freitag im Kreis Tulcea unweit der Ortschaften Plauru bzw. Greci zwei Kampfdrohnen abgestürzt und explodiert waren. Keine der beiden Drohnen waren von den rumänischen Radarsystemen geortet worden, da sie nach Angaben des Militärs zu tief geflogen waren.





