Staatschef: „Dauer der Regierungskrise hat unsere Prognosen übertroffen“

Bemühungen um Gestaltung der integrierten Sicherheit des Landes

Staatspräsident Nicușor Dan | Foto: presidency.ro

Bukarest (ADZ) – Staatspräsident Nicușor Dan hat am Dienstag im Rahmen der jährlichen Botschafterkonferenz eingeräumt, dass die mittlerweile seit 120 Tagen währende Regierungskrise die ursprünglichen „Prognosen übertroffen“ hat. Er hoffe jedoch, zusammen mit der künftigen Regierung sowohl Außenamt als auch Außenpolitik des Landes „richtig positionieren“ zu können – einschließlich aus wirtschaftlicher Perspektive, sagte das Staatsoberhaupt anlässlich der auf Schloss Cotroceni gestiegenen Tagung des diplomatischen Korps. Dan hob hervor, dass Rumäniens Außenpolitik zurzeit drei wesentliche Zielsetzungen fokussiert – nämlich Gestaltung der integrierten Sicherheit des Landes, mehr Unterstützung für die rumänische Diaspora sowie ein zügiger Ausbau der Wirtschaftsdiplomatie. Dem Präsidenten zufolge hat Rumänien fortan aktiver in Bezug auf die eigene Sicherheit zu agieren, insbesondere im Rahmen der multinationalen Sicherheitsformate, denen das Land angehört.

Zu den Kernprioritäten der rumänischen Außen- und Sicherheitspolitik zählte Nicușor Dan zudem den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu den USA, die Festigung der bilateralen Partnerschaften insbesondere im Verteidigungsbereich sowie eine dezidierte Unterstützung der beiden Nachbarländer Moldau und Ukraine in ihren Bemühungen um einen EU-Beitritt. Rumänien spreche sich nach wie vor für eine Erweiterung der Europäischen Union, einschließlich um die Westbalkanländer, aus, auch gelte das Interesse des Landes vermehrt der europäischen Sicherheitsarchitektur, so der Staatspräsident. Bezüglich des russischen Angriffskriegs in der benachbarten Ukraine sagte Dan, dass Rumänien auf ein schnellstmögliches Kriegsende sowie auf einen dauerhaften Frieden in der Region hoffe.