Bukarest (ADZ) – Die Regierung prüft den Börsengang staatlicher Firmen, stößt dabei aber auf Widerstand aus den Reihen der Sozialdemokraten. Vizepremierministerin Oana Gheorghiu legte eine Liste vor, die bekannte Namen wie die Sparkasse CEC oder den Kraftwerkbetreiber ELCEN umfasst. Auch der Verkauf von weiteren Anteilen an bereits börsennotierten Unternehmen wie Hidroelectrica wird in Kauf genommen. Noch sei jedoch keine Entscheidung gefallen, in Teilen müsse man sich auch mit der Europäischen Kommission absprechen, hieß es vonseiten der Regierung. Auf jeden Fall würde der Staat bei allen Vorgängen eine Mehrheit behalten. Laut Gheorghiu bestehe dringender Handlungsbedarf: 22 der größten Staatsunternehmen haben 4,2 Milliarden Lei Steuerschulden und 1,12 Milliarden Lei Verluste.
Dagegen rebelliert nun die PSD. Parteichef Sorin Grindeanu sprach über ein Gesetz, das den Verkauf von Anteilen profitabler Staatsfirmen für zwei Jahre verbieten soll. Dabei könnte laut Regierungsdokument der Verkauf von 5 bis 10 Prozent an Hidroelectrica Einnahmen von umgerechnet rund 600 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro bringen. Bei Romgaz werden 5 bis 7 Prozent der Anteile auf etwa 450 bis 630 Millionen Euro geschätzt.





