Stromkrise: Rumänien schaltet EU ein

Krisenmechanismus für den Energiesektor aktiviert

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Bukarest (ADZ) – Wie Staatssekretär Cristian Bușoi vom Energieministerium nach einer Sitzung der europäischen Koordinierungsgruppe für Elektrizität mitteilte, hat die rumänische Regierung in Brüssel angefordert, das Kohlekraftwerk Turceni über den bisher vorgesehenen Abschalttermin am 31. August hinaus weiter betreiben zu dürfen. Die Abschaltung ist eigentlich Teil der Verpflichtungen zum Ausstieg aus der Kohleverstromung, angesichts der aktuellen Lage sei dieser Schritt jedoch äußerst problematisch, sagte der Staatssekretär. 

Nach Angaben Bușois informierte die rumänische Seite die EU-Kommission auch über die unmittelbar bevorstehende Abschaltung von Block 2 des Kernkraftwerks Cernavodă sowie über die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung der Stromversorgung. Bereits am Freitag hatte Rumänien eine erste Warnstufe ausgelöst und nun auf die höhere Stufe nach EU-Verordnung geschaltet.

Bukarest verlangt von der EU-Kommission eine neue regionale Bewertung der verfügbaren Stromerzeugung, der Ausgleichsreserven, der grenzüberschreitenden Netzkapazitäten sowie der Möglichkeiten der Nachbarstaaten, im Fall einer weiteren Verschärfung der Lage Unterstützung zu leisten.