Rovaniemi (ADZ/dpa) – Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs, darunter Staatspräsident Nicușor Dan, sowie EU-Vertreter sind am Montag in Finnland zu Beratungen über ihre Strategie für die geopolitisch immer wichtigere Arktis zusammengetroffen. Bei dem zweitägigen Treffen in Rovaniemi, zu dem der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo eingeladen hatte, ging es neben wertvollen Bodenschätzen und neuen Schifffahrtsrouten vor allem um die Sicherheit in der Region. Gipfelgastgeber Finnland betonte, dass die Arktis als ein integraler Bestandteil europäischer Sicherheit betrachtet werden müsse, und verwies dabei auf die von Norwegen und Großbritannien im Frühjahr offengelegten Bedrohungen bzw. Aktivitäten russischer Unterseeboote im Hohen Norden – NATO-Kreisen zufolge steht mittlerweile fest, dass besagte U-Boote eine neuartige Technologie zur weitgehend spurenlosen Sabotage von Unterseekabeln erprobt hatten. Die Ergebnisse des Gipfelstreffens will die EU-Kommission sodann für die Erarbeitung einer neuen Arktis-Strategie nutzen – insbesondere Finnland will erreichen, dass europäische Eisbrecherfähigkeiten als konkretes Projekt darin aufgenommen werden.
Im Rahmen des Gipfels stieg neben der eigentlichen Arbeitssitzung auch ein Besuch eines Stützpunktes der finnischen Luftwaffe. Staatspräsident Nicușor Dan traf in Rovaniemi zudem mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammen – Kernthemen des Gesprächs seien die solide Partnerschaft zwischen den beiden Ländern, das Kooperationspotenzial vor allem im Bereich der Verteidigungsindustrie, die Stärkung der NATO-Ostflanke und nicht zu guter Letzt der EU-Haushalt 2028-2034 gewesen, teilte Dan anschließend auf der Social Media-Plattform X mit.





