Seit acht Jahren erforschen die spanischen Fotografen Pascual Martínez und Vincent Sáez, bekannt als Pascual+Vincent, Geschichte, Identität und kulturelles Erbe der Siebenbürger Sachsen. Das Ergebnis ihrer langjährigen Feldforschung verbindet zeitgenössische Fotografie mit historischen Archiven, Dokumenten, Karten und Zeitzeugenberichten. Entstanden ist eine vielschichtige visuelle Erzählung über eine Gemeinschaft, deren kultureller Einfluss Siebenbürgen nachhaltig geprägt hat und deren Lebenswelt sich infolge der großen Auswanderungsbewegung am Ende des 20. Jahrhunderts grundlegend veränderte. Die Ausstellung ist ab dem 1. August im Urzelmuseum in Großschenk zu sehen.
„The Saxons of Transylvania“ versteht sich zugleich als Reflexion über die Beziehung zwischen Menschen und den Orten, die sie über Generationen hinweg bewohnt haben. Das Projekt stellt die Frage, wie Erinnerung bewahrt wird und welche Rolle kulturelles Erbe für das Verständnis der Gegenwart spielt.
Nach öffentlichen Präsentationen des Projekts in Festivals, Museen und Kunstinstitutionen in mehreren europäischen Ländern wird es nun erstmals an seinem Entstehungsort gezeigt. „Die Ausstellung ist eine Rückkehr zu den Wurzeln eines Projekts, das die Erinnerung, die Traditionen und den Wandel dieser bedeutenden historischen Gemeinschaft Europas dokumentiert“, sagte Marlene Herberth vom Urzelmuseums.
Die spanischen Fotografen kamen 2017 erstmals mit ihrem vorigen Projekt „The Tree of Life is Eternally Green“ (Der Baum des Lebens ist ewig grün) nach Großschenk. Damals entdeckten sie den Urzellauf. Seither kehren sie regelmäßig ins Dorf zurück, dokumentieren den Brauch, vertiefen sich in ihre Forschungen zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen und erweitern kontinuierlich ihr fotografisches sowie dokumentarisches Archiv.
Die Ausstellung wird am 1. August um 17 Uhr eröffnet. Damit kehrt das Projekt erstmals zu jener Gemeinschaft zurück, deren Vertrauen und Unterstützung seine Entstehung erst ermöglicht haben.





