Temeswar – Im Rahmen eines Blended Intensive Programmes (BIP) besuchen Studierende und Lehrkräfte aus Deutschland und Polen Mitte März Temeswar. Die Konferenz richtet der Fachbereich für Germanistik der Temeswarer West-Universität aus. „Auf den Spuren von Kulturen: Multikulturalität in Temeswar/Timișoara“ heißt das Programm und daran beteiligen sich je zehn Studierende und zwei Lehrende des Germanistischen Instituts der Universität Warschau/Polen und des Sprachenzentrums der Bauhaus-Universität Weimar/Deutschland sowie Studierende und Lehrende der Temeswarer Germanistik.
Da ein BIP ein kurzes Intensivprogramm integrierten Lernens, bestehend aus einer virtuellen Komponente (Online-Phase) und einer klassischen Präsenzkomponente an einem gemeinsamen Ort (Mobilitätsphase) ist, gibt es verschiedene Schwerpunkte bei der bereits gestarteten Online-Phase und der anstehenden Tagung in Temeswar. An einem BIP können Studierende und Lehrende aus mindestens drei Erasmus+ Partneruniversitäten teilnehmen.
Für die Präsenzphase vom 17. bis 21. März sind verschiedene Workshops und Vorträge sowie Stadtführungen und Besuche geplant. Es geht darum, die kulturelle Vielfalt der Region Banat und ihrer Hauptstadt Temeswar zu erkunden. Die Studierenden werden sich mit dem einzigartigen Zusammenleben der verschiedenen Kulturen, das die Region seit Jahrhunderten prägt, beschäftigen und durch verschiedene Veranstaltungsformate sowie ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm (Besuch von Museen, Theater, Institutionen) entdecken, wie Geschichte, Sprache, Architektur und Kunst das Miteinander in dieser facettenreichen Region beeinflussen.
Während der virtuellen Komponente haben die Studierenden die Möglichkeit, sich kennenzulernen, ihre Herkunftsuniversitäten und Universitätsstädte vorzustellen sowie erste Gruppenaufgaben zu lösen. Dabei können sie Gemeinsamkeiten finden, die ihnen bei den weiteren Aktivitäten in der Mobilitätsphase bei der Lösung der Gruppenaufgaben helfen. Die bearbeiteten Aufgaben und besprochenen Themen beziehen sich auf Aspekte der Multikulturalität im Studienalltag der Studierenden. Sie dienen der Vorbereitung für die Workshops in Temeswar, die sich mit der Multikulturalität im Banat und in den Herkunftsländern der teilnehmenden Studierenden beschäftigen, mit den im Banat angesiedelten ethnischen Gruppen und deren Sprachen, mit Literatur und sprachlichen wie kulturellen (z.B. kulinarischen) Kontakten. Die ersten beiden Online-Treffen finden vor der Mobilität statt, das dritte dient als Nachbereitung.