Bildübergabe im Hatzfelder Jäger-Museum

Barbara Bonfert überlässt Originalgemälde als Dauerleihgabe

Das Stefan-Jäger-Gemälde, das Barbara Bonfert als junge Frau darstellt, wurde vor etwa einer Woche dem Hatzfelder Museum übergeben. Foto: privat

Hatzfeld – Dem Hatzfelder Stefan-Jäger-Museum wurde ein besonderes Kunstwerk als Dauerleihgabe übergeben: Barbara Bonfert, ehemalige Mathematiklehrerin an der Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/ Timișoara, stellte dem Museum ein Original-Ölgemälde des schwäbischen Malers Stefan Jäger zur Verfügung. Das Porträt entstand Anfang der 1950er Jahre und zeigt die damals junge Barbara Bonfert.

Das Gemälde mit den Maßen 103 x 76 Zentimeter wurde einst von ihrer Mutter in Auftrag gegeben. Es verdeutlicht zugleich die künstlerische Vielfalt Jägers: Während viele seiner Por-träts vor dunklem, einheitlichem Hintergrund gehalten sind, zeigt dieses Bild die junge Frau – obwohl aus der Stadt stammend – mitten in der Banater Heide und in ländlicher Tracht.

Barbara Bonfert wurde 1929 in Temeswar/Timișoara geboren und lebte ihr ganzes Leben in der Elisabethstadt. Von 1952 bis 1987 unterrichtete sie als Mathematiklehrerin mehrere Generationen von Schülern des Nikolaus-Lenau-Lyzeums. In den letzten acht Jahren vor ihrer Pensionierung war sie zudem stellvertretende Schulleiterin der traditionsreichen Temeswarer Schule.

Mit der Übergabe des Gemäldes bringt Barbara Bonfert, die vor Kurzem zu ihrer Tochter nach Deutschland gezogen ist, ihre enge Verbundenheit mit ihrer Heimat und mit der Heidestadt Hatzfeld/Jimbolia zum Ausdruck.

Auch sportlich war sie erfolgreich: Als Handballerin wurde sie sogar in die rumänische Frauen-Nationalmannschaft berufen. Später kam sie regelmäßig nach Hatzfeld – sowohl zu den Kirchweihfesten als auch zu den Meisterschaftsspielen ihres Sohnes Erhard, der in den 1970er Jahren für „Sideful“ in der zweiten Liga spielte.

Die Museumskustodin Cristina Dema und die stellvertretende Bürgermeisterin Andra Buduran nahmen das Gemälde dankend von Prof. Dr.-Ing. Franz Quint, dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde der Lenauschule, entgegen und sicherten ihm einen Ehrenplatz im Museum zu.