Klausenburg – „Bei Einberechnung der Tatsache, dass die Zeit zu unserem Nachteil verstreicht und das Aufspüren der erdlichen Überreste von den Märtyrern des Volkes unter guten Konditionen Jahr um Jahr diffiziler wird, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen!“, unterstrich Leontin Hora]iu Iuhas Samstag, am 8. März, als Leiter der Doina-Cornea-Stiftung auf dem Blog der Homepage fundatia-doinacornea.ro. Denn nicht nur auf Verdrehung oder Verbergen von Wahrheiten verstand sich das Regime des kommunistischen Rumänien, sondern mindestens genauso hartnäckig auch auf das Verscharren seiner ermordeten Feinde, die sich der Kollaboration verweigert oder gar offen oppositionelle Haltung eingenommen hatten. Der Sohn von Dissidentin Doina Cornea, einer griechisch-katholischen Publizistin und Binnenkritikerin Rumäniens unter Diktator Nicolae Ceau{escu, ist es leid, mit ansehen zu müssen, dass stichprobenartiges Graben in Geländestreifen, wo Forscher kommunistische Massen- oder Einzelgräber abseits öffentlicher Friedhöfe vermuten, allzu häufig keine weiterführenden Funde zutage fördert. Echte Chancen auf ein wirkliches Vorankommen knüpft der Gründer und Vorsitzende der Doina-Cornea-Stiftung allein an den Ankauf eines Bodenscanners, der flächendeckendes Suchen nach Spuren von anonym Beerdigten bei effizientem Zeit-Leistungs-Verhältnis ermöglicht. Bis heute leider nicht identifiziert werden konnte beispielsweise der Ort, wo Iuliu Maniu im Februar 1953 unter strengster Geheimhaltung nach seinem Tod als 80 Jahre alter Mann im Gefängnis von Sighetu Marmației begraben wurde: obwohl er sich an der Front im Ersten Weltkrieg einen metallenen Schiefer im Bein eingehandelt hatte, ist sein Grab noch immer nicht entdeckt worden. Leontin Hora]iu Iuhas, der auch und gerade eine christliche Beisetzung der sterblichen Überreste tödlicher Opfer von kommunistischen Haftanstalten verwirklicht sehen möchte, schlägt die Anschaffung eines Bodenscanners vor, wie ihn das Kampagnen-Foto auf der Stiftungs-Homepage zeigt: ein vierrädriges Gerät zum Betrieb durch Anschieben und mit Elektrobatterie des kanadischen Spitzenherstellers „Sensors & Software“, der seine einschließlich für forensische Zwecke tauglichen Wagen der Produkt-Reihe Noggin® auch in Europa vertreibt. Von den 250.000 Lei für das Gerät und all sein Zubehör hat die Doina-Cornea-Stiftung durch Spenden-Aufruf bislang knapp 49.000 einfahren können. Nähere Informationen und natürlich auch die für weitere Spenden erforderlichen Daten stehen online auf dem Link fundatia-doinacornea.ro/blog/apel-campanie-scaner zur Verfügung.