DIICOT zerschlägt transnationalen Drogenring

Mehr als 1,7 Tonnen Rauschgift in mehreren Ländern sichergestellt

Temeswar – Der Direktion zur Bekämpfung des Bandenverbrechens und des Terrorismus (DIICOT) ist am Montag die Zerschlagung eines transnationalen Drogenhandelsnetzwerks gelungen. Auf Grundlage von Informationen der rumänischen Behörden seien in mehreren Ländern mehr als 1,7 Tonnen Rauschgift mit einem geschätzten Verkaufswert von rund 25 Millionen Euro sichergestellt worden. Nach Angaben der Ermittler soll der rumänische Zweig der Gruppierung Transporte im Auftrag albanischer Drogenhändler aus Spanien organisiert haben. Die Drogen seien in Lastwagen versteckt und nach Frankreich, Deutschland und Italien gebracht worden. Die Fahrzeuge sollen Transportunternehmen aus den Kreisen Sathmar/Satu Mare, Bihor, Mehedinți und Temesch gehört haben.

Sichergestellt wurden den Angaben zufolge 114 Kilogramm Kokain, 228,219 Kilogramm Cannabis und 1376,913 Kilogramm Cannabisharz, insgesamt rund 1719 Kilogramm Drogen. Der Großhandelswert wird auf etwa 9,6 Millionen Euro geschätzt, der Verkaufswert auf Endkundenebene auf rund 25 Millionen Euro. Die rumänische Gruppierung soll hierarchisch organisiert gewesen sein. Als mutmaßlicher Leiter gilt Gheorghe Cristian Măhălean, genannt „Matrix“. Er war auf Antrag der rumänischen Staatsanwälte international zur Fahndung ausgeschrieben und wurde von den Ermittlern als hochrangiges Ziel eingestuft. Măhălean soll den Kontakt zu den albanischen Drogenhändlern gehalten, Transporte überwacht und über verschlüsselte Kommunikationsdienste wie Sky ECC mit weiteren Mitgliedern der Gruppe kommuniziert haben. Der Mann wurde in Temeswar festgenommen und nach Bukarest gebracht, wo er von den DIICOT-Staatsanwälten vernommen werden sollte. Nach Darstellung der Ermittler war die Gruppe zwischen 2023 und 2026 aktiv. Sie soll Lastwagen für den Drogentransport vorbereitet, Fahrer gestellt und diesen im Fall einer Festnahme rechtliche Unterstützung organisiert haben.

Im Zuge der Ermittlungen fanden bereits vor wenigen Tagen zwölf Durchsuchungen bei Privatpersonen und Firmen in Rumänien statt, darunter auch im Kreis Temesch. Die Ermittlungen erfolgten in Zusammenarbeit mit Behörden aus Deutschland, Frankreich und Spanien. Am Montag gab es im Kreis Temesch fünf weitere Durchsuchungen, unter anderem in Temeswar, Lugosch/Lugoj und Alexanderhausen/Șandra. Insgesamt sollen 14 Personen und sechs Transportunternehmen in den Fall verwickelt sein.