Schule im Museum

„Samuel von Brukenthal“ Nationalmuseum. Foto: Bürgermeisteramt Hermannstadt

Hermannstadt – Alternative Bildungsformen sind immer mehr gefragt. Schulen haben selber oft nicht die finanzielle Möglichkeit, solche Programme den Schülern anzubieten. Zugleich sagt eine Volksweisheit, dass die Museen in der eigenen Stadt von den Einheimischen am wenigsten besucht werden. Eine Initiative des Bürgermeisteramts Hermannstadt/Sibiu versucht mittels eines Bildungsprogramms hier einzugreifen.

In der Sitzung des Stadtrates vom 27. März wurde auf Vorschlag von Stadtrat Constantin Dincă eine Partnerschaft zwischen der Stadtverwaltung, dem Amt zur Verwaltung von staatlichen voruniversitären Bildungseinrichtungen, dem Brukenthal-Museum und dem ASTRA-Museum beschlossen. So können innerhalb des Programms „Schule im Museum“ alle Schüler der Klassen 0-12 in der Zeitspanne April bis Juni innerhalb der Unterrichtsstunden zusammen mit den entsprechenden Lehrkräften die teilnehmenden Museumseinrichtungen besuchen. Die Verantwortlichen innerhalb der Museen schlagen den Bildungseinrichtungen ein pädagogisches Angebot mit vier bis fünf Optionen vor, und außerhalb dieser Optionen steht es jedem Lehrer frei, die Museen mit seinen Schülern zu besuchen, je nach Unterrichtsaktivität. Die Programme werden je nach den vom Museum oder der Lehrkraft vorgeschlagenen Themen und Aktivitäten organisiert.

„Letztes Jahr haben wir ein Programm gestartet, im Rahmen dessen Schüler in einigen Sportstunden kostenlos schwimmen können, ein Projekt für Gesundheit durch Bewegung, das in Partnerschaft mit Aria Aqua Park durchgeführt wird. Dieses Jahr werden wir das Programm „Schule im Museum“ durchführen, eine Premiere in Rumänien, die den Schülern den Zugang zu den wertvollen Museen Hermannstadts erleichtert. Einzigartig ist die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den Museen, sowie die Tatsache, dass wir nicht nur den Zugang, sondern auch den organisierten Rahmen mit Führungen und fachkundiger Betreuung anbieten und damit den Bildungscharakter verstärken. Mehr als 23.000 Schüler werden von dem Programm profitieren können“, erklärt Bürgermeisterin Astrid Fodor.