Hermannstadt/Meschen – Am 14. Juni kam es zum Einsturz eines Teils der äußeren Ringmauer in Meschen/Moșna (die ADZ berichtete). Kurz darauf waren bereits vierzehn Fachleute aus den Bereichen Denkmalschutz, Architektur, Statik, Ingenieurswesen sowie Vertreter des Bürgermeisteramts Meschen, der Kirchengemeinde und des Bezirkskonsistoriums Mediasch/Mediaș zusammen gekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
Wie das Bezirkskonsistorium Mediasch nun mitteilt, wurde am 25. Juni die städtebauliche Genehmigung für das Gesamtvorhaben „Dringende Maßnahmen zur Sicherung der Anlage Moșna (nördlicher Bereich) und des Nordturms“ erteilt. Wenig später konnte die Baugenehmigung für die Sicherungsarbeiten eingeholt werden. Am 12. August wurde die Genehmigung für die Sicherungsmaßnahmen am Nordturm der Evangelischen Kirche in Meschen erteilt. Kurz darauf konnte ein Förderantrag beim Nationalen Institut für Kulturerbe (Institutul Național al Patrimoniului) im Rahmen des Programms „Timbrul Monumentelor – Sitzung I 2026“ eingereicht werden. Beantragt wurde eine Förderung in Höhe von 493.000 Lei.
Die Baugenehmigung umfasst die Durchführung dringender Sicherungsarbeiten, insbesondere die Montage von drei Metallgurten am Nordturm sowie die Errichtung einer neuen Abstützung an der Nordseite, wobei die bestehende Abstützung nicht entfernt wird. Außerdem sollen in dem zerstörten Bereich die Trümmer beseitigt werden – unter Sortierung und Sicherung des ursprünglichen historischen Materials, insbesondere Ziegel, Steinelemente und Holzelemente. Auch die Überwachung und Kontrolle des Nordturms während der Ausführung der Arbeiten sind Bestandteil der Sicherungsarbeiten. Der Zeitpunkt des Beginns der Arbeiten steht noch nicht fest.
An der Meschener Kirchenburg waren in den letzten drei Jahrzehnten bereits umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt worden. Kurz nach dem Einsturz hatte Ulf Ziegler, Dechantenstellvertreter im Kirchenbezirk Mediasch erklärt: „Es wurde auch nach Ursachen gesucht. Die starke Witterung, der Pflanzenwuchs und die Vibrationen durch den Schwerverkehr, der an der Burg vorbei geht, sind festgehalten worden. An der Kirchenburg wurde in den letzten drei Jahrzehnten viel renoviert und restauriert. Auch der gesprungene Turm, der an den Mauerabschnitt angrenzt, wurde vorher bereits gesichert und im Bereich des Fundamentes konsolidiert. Der Einsturz der Mauer war nicht absehbar.“




