Der 2. März in der Bukowina. Ein regelrechter Wintertag. Heftiger Schneefall war aber kein Hindernis. Die Temperaturen waren endlich gestiegen und man konnte wieder mit Freude ans Feiern denken.
Monica Gheorghian, die Vorsitzende des Lokalforums Kimpolung hat uns zum Faschingsfest in dasselbe Restaurant Hanul Bucovinei eingeladen.
Nach einem langen Winter – in letzter Zeit mit sehr niedrigen Temperaturen –, war die Begegnungsfreude sehr groß. Es waren auch Gäste aus Suceava dabei.
Wie jedes Mal hielt Frau Odetta Tiron einen kurzen Vortrag über Faschingsbräuche in der Bukowina, so wie unsere Vorfahren vor Jahren Fasching gefeiert haben.
Nach einer deftigen „ciorba campulungeana“ sang unser Chor „Edelweiss“, geleitet von Victor Mahu, ein paar Lieder. Für uns (ältere Generationen) war es eine große Freude, dass auch die Kinder begeistert mitmachten. Die Geschwister Rebecca und David Gheorghian – in Faschingskleidung – trugen ein paar Gedichte vor, und die begabte Sofia Piticariu sang einige rumänische Volkslieder.
Victor Mahu trug ein paar alte Volksweisen auf der Blockflöte vor und spielte Akkordeon.
Nach den leckeren Rippchen und einer herzhaften Nachspeise folgten wie immer die Faschingskrapfen. Der runde Faschingskrapfen geht vermutlich auf den Brauch zurück, in den letzten Faschingstagen alle Vorräte an Butterschmalz und Eiern aufzubrauchen, um ab dem Aschermittwoch dann zu fasten. Kurz vor der Fastenzeit wurde der Verzehr von Krapfen von Geistlichen empfohlen, um Energie zu tanken. So entstand auch der Fasching, denn vor der langen Fastenzeit durfte noch einmal gesündigt und gefeiert werden.
Also haben auch die Mitglieder des Lokalforums neue Energie getankt. Wir bedanken uns alle beim Vorstand des Lokalforums Kimpolung für die liebevolle Einladung.
Freundliche Grüße aus der Bukowina!