Reschitza – Zum Unterschied vom vergangenen Frühjahr, als die PSD-Mehrheit im Kreisrat in einer banditenartig anmutenden Aktion nahezu ausschließlich ihren eigenen Bürgermeistern – sowie denen, die versprachen, zur PSD überzutreten – Anteilsummen am Geldnapf zuschanzte (ADZ berichtete wiederholt), ging diesmal alles still und leise und – so behauptete es nämlich der Intrigeninitiator und Wahlsieger 2024 und heutige Kreisratschef Silviu Hurduzeu – „gerechter“ zu. Schon dass er das Wort benutzte, zeigt, dass die damalige, von ihm initiierte Sabotageaktion der in die Opposition geratenen PNL (und ihrer Bürgermeister) das Gegenteil von gerecht war – was die Gerichte bestätigten, die eine Neuverteilung der damaligen Aneignungsorgie anordneten.
Damals waren 37 Millionen Lei untereinander aufzuteilen gewesen und der bis dahin genutzte Schlüssel – prozentuell zum Bevölkerungsaufkommen jeder Ortschaft – war erstmals außer Kraft gesetzt und mit Willkür ersetzt worden. Auch diesmal ist der Schlüssel nicht „gerecht“ eingesetzt worden. Wie sonst hätte das kleine Munizipium Karansebesch (die Voraussetzungkriterien für das Ernennen zum Munizipium erfüllt Karansebesch eigentlich nicht...) – rund zwei Millionen Lei und Reschitza, Kreisvorort und mehr als dreimal so groß, bloß 2,9 Millionen Lei erhalten können?! Und von Reschitza wurden auch noch von den ursprünglich angesetzten drei Millionen 100.000 Lei zugunsten der Gemeinde Ramna abgezwackt!
Wie dem auch sei: Hurduzeu, umstandsbedingt jetzt ein großer Kenner der geltenden Gesetze, sagte seinen Kreisratsmitgliedern: „Wir haben versucht, das verfügbare Geld möglichst gerecht zu verteilen, und zwar nach den beiden Komponenten, die uns das Gesetz vorgibt: Ko-Finanzierungen für laufende Projekte und Finanzierung von Projekten für die lokale Entwicklung. Dabei dienten uns die Geldforderungen und deren Begründung seitens der Kommunalverwaltungen als Leitfaden.“ Fakt ist: Hurduzeu vermied letzt-endlich mit seinem Geldverteilungsschlüssel endlose Dispute zwischen den Kreisratsmitgliedern und erzielte einstimmige Zustimmung.
Ergo bekommen die Städte des Banater Berglands folgende Summen: 2,9 Mio. Lei Reschitza, zwei Mio. Lei Karansebesch, je 1,2 Mio. Lei Bokschan, Herkulesbad und Neumoldowa, je 1,1 Mio. Lei Anina, Ferdinandsberg/Oțelu Roșu und Orawitza.
Das meiste Geld unter den Gemeinden geht 2025 an Ezeriș (0,75 Mio Lei), gefolgt von Iablanița, Lăpușnicul Mare, Zăvoi und Zorlențul Mare mit je 550.000 und von Băuțar, Berliște, Berzovia, Bozovici, Bucoșnița, Ciuchici, Coronini, Fârliug, Forotic, Mehadia, Socol, Teregova, Franzdorf/Văliug, Vărădia und Vermeș mit je 500.000 Lei, Dognatschka mit 450.000 Lei und einer Gruppe von 43 Gemeinden (von Armeniș über Moritzfeld und Ruskberg bis Vrani), die je 450.000 Lei bekommen. Nach Wolfsberg/Weidenthal, Ramna und Constantin Daicoviciu werden 400.000 Lei überwiesen, 260.000 Lei bekommt Buchin (das sich bekanntlich als einzige Kommune des Banater Berglands aus eigenem Aufkommen finanzieren kann) und das wenigste Geld, 214.000 Lei, geht nach Marga, dessen Bürgermeister Hurduzeu verärgert hat (?), weil er partout im Mai für den Bürgermeisterposten in Ferdinandsberg kandidieren möchte...