Größtes Studentenwohnheim Rumäniens in Temeswar eröffnet

Premierminister Ilie Bolojan war bei der Einweihung dabei

Der neue Wohnkomplex der West-Universität Temeswar (UVT) in der Renașterii-Straße bietet 902 Wohnplätze in 451 Zimmern. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Badezimmer, Möbeln und einem Balkon über die gesamte Zimmerbreite ausgestattet. Foto: UVT

Temeswar – In Temeswar/Timișoara wurde am Montag das größte Studentenwohnheim Rumäniens eröffnet. Der neue Wohnkomplex der West-Universität Temeswar (UVT) in der Renașterii-Straße bietet 902 Wohnplätze in 451 Zimmern.

An der Eröffnung am Montag nahm auch Premierminister Ilie Bolojan teil. Das Projekt umfasst fünf miteinander verbundene Gebäude mit jeweils fünf Stockwerken und hat rund 40 Millionen Euro gekostet. Finanziert wurde es von der rumänischen Regierung über die Nationale Investitionsgesellschaft im Rahmen des nationalen Bauprogramms für öffentliche und soziale Infrastruktur.

Die Studenten wohnen künftig in deutlich besseren Bedingungen als in den traditionellen rumänischen Studentenwohnheimen. Das Gebäude verfügt über 435 Doppelzimmer und 16 Einzelzimmer. Alle Zimmer sind mit einem eigenen Badezimmer, Möbeln und einem Balkon über die gesamte Zimmerbreite ausgestattet.

Bolojan erinnerte sich bei der Eröffnung an seine eigene Studienzeit in Temeswar. Damals habe er mit drei weiteren Studenten in einem Zimmer gewohnt; Duschen und Toiletten befanden sich am Ende des Flurs. Die heutigen Bedingungen seien ein deutlicher Fortschritt.

Die Bauarbeiten für das neue Wohnheim begannen 2022 auf einem Grundstück, das die Stadt Temeswar der Universität zur Verfügung gestellt hatte. UVT-Rektor Marilen Pirtea betonte, dass die Universität allein in den vergangenen fünf Jahren rund 5000 Studentenwohnplätze geschaffen habe. 1990 verfügte die West-Universität nach der Aufteilung des damaligen Universitätszentrums Temeswar auf vier Hochschulen lediglich über rund 2000 Plätze. „Wir sprechen hier nicht nur über Wohnplätze, sondern über Unterkünfte auf westlichem Standard“, erklärte Pirtea.

Ein besonderes Augenmerk liege zudem auf dem interdisziplinären Austausch: Studenten aller zwölf Fakultäten der UVT sollen in dem neuen Wohnheim untergebracht werden.

Das Gebäude bietet neben den Zimmern zahlreiche Gemeinschaftsbereiche. Im Erdgeschoss befindet sich unter anderem ein Speisesaal mit 180 Plätzen. Hinzu kommen zwei Co-Working-Bereiche mit jeweils 45 Plätzen. Auf den einzelnen Etagen gibt es außerdem: Lernräume, Aufenthalts- und Essbereiche mit Küchenzeilen, Wasch- und Trockenräume, technische Räume, Aufzüge, auch für Menschen mit Behinderungen sowie Parkplätze im Unter- und Außenbereich. Die neue Wohnanlage soll damit nicht nur zusätzlichen Wohnraum schaffen, sondern den Studenten auch moderne Bedingungen für Lernen, Austausch und gemeinschaftliches Leben bieten.